Keine Umgestaltung wäre "politischer Selbstmord"

Mit einer Standpauke reagiert Bürgermeister Johannes Beisenherz auf CDU und FDP, die nicht nur keinen Strukturasphalt, sondern gar keine Umgestaltung des Altstadtmarktes mehr wollen. Die heutige öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung befeuerte Beisenherz am Vormittag mit einigen markigen Zitaten.

Castrop.. "Wer gar nichts machen will, haut nach dem Scheitern der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) im Jahr 2009 nun den zweiten Sargnagel in die Kiste Altstadt."


"Alles so zu belassen, wie es ist, ist für mich politischer Selbstmord." "Man lässt sich treiben von einer kleinen Gruppe, die auf Facebook zum Halali (zur Jagd, Anmerkung der Redaktion) geblasen hat. Politische Verantwortung sieht für mich anders aus."


"Die Facebook-Gruppe gibt an, bei ihrer Umfrage hätten 95 Prozent für eine Sanierung im Bestand gestimmt. Die absolute Zahl lag bei 300 - von fast 10.000 Mitglieder in der Facebook-Gruppe ‚Du bist Castroper, wenn…‘ So etwas kann nicht Basis einer politischen Entscheidung sein."


"Mich erschüttert, dass Parteien, die Förderer der Geschäftswelt und der Wirtschaft sein wollen, eine Entwicklung zur Attraktivierung der Altstadt völlig stoppen wollen. Anders als CDU und FDP steht der Cityring hinter der Konzeption."

Appell an alle Parteien


Bürgermeister Beisenherz appelliert an alle Parteien, die Chance der Umgestaltung des Altstadtmarktes nicht verstreichen zu lassen. Über Gestaltungsvarianten könne man noch bis zur Ratssitzung im Mai diskutieren. Das ganze Projekt aber scheitern zu lassen, "hätte fatale Folgen für die Zukunft der Altstadt."

SPD und Grüne wollen derzeit noch nicht über die Frage "Natursteinpflaster oder Strukturasphalt" entscheiden, sehen aber grundsätzlich eine Notwendigkeit zur Neugestaltung des Marktplatzes.