Keine Frau sucht Bauer!
18.12.2011 | 15:19 Uhr 2011-12-18T15:19:00+0100
Castrop-Rauxel. Gut 400 Besucher erlebten Samstag einen vergnüglichen Abend im Adventszelt auf dem Marktplatz in der Altstadt.
Es ist schon Tradition. Wie jedes Jahr nutzen viele Castrop-Rauxeler das Adventszelt für stimmungsvolle Treffen mit Freunden und Bekannten in der Vorweihnachtszeit. Mittlerweile hat sich der ganz besondere Veranstaltungsort um den Castroper Reiterbrunnen auch in den Nachbarstädten herumgesprochen.
So war das Zelt auch am dritten Adventssamstag bestens besucht -- nicht zuletzt wegen des satirischen Adventskalenders. Mit Dämmen der Beleuchtung stellte Veranstalter Volker Castrup um Punkt 19 Uhr den Überraschungskünstler für den 17. Dezember als Stammgast und als „ersten oberamtlichen Frauenflüsterer“ vor. Applaus für Martin Herrmann ! „Das Doppel R in meinem Nachnamen zeigt schon: da steckt ein Mann hinter. Ich hab‘ schon als Kind im Stehen in die Windeln gepinkelt.“ Weitere spitzfindige Sprüche des Wortkünstlers sorgten ebenso wie politische Satire und gereimte Lieder schnell für Lacher.
Mit einem charmant bissigen Programm bespaßte der Kabarettist und Redakteur der Online- Zeitschrift „Darvins-Illustrierte“ für eine Stunde das Publikum. Auch Scherze aus seinem aktuellen Programm „Keine Frau sucht Bauer!“ sorgten für eine anhaltend gute Stimmung. Mit Wort und Lied kümmerte sich der Kabarettist als bekennender Anti-Liedermacher um den Zeitgeist zwischen Mann und Frau und hielt jede Menge Tipps für sogenannte „Neoromantiker“ bereit.
Obwohl das Zelt schon vor dem Programmbeginn gut besucht war, hatten die Veranstalter Pina Scolaro und Volker Castrup reichlich an der Abendkasse zu tun: „Der Start des Zeltprogramms im November lief etwas schleppend an. Mittlerweile haben wir aber wieder eine Spitze erreicht und sind zufrieden. Gestern Abend hatten wir zum Programm von Susan Kent den bisher diesjährigen Besucherrekord mit 500 Leuten. Heute sind bestimmt gut 400 Besucher im Zelt.“ Im laufenden Programm begrüßten die Zuschauer bei gemütlichen Kerzenschein an den Tischen auch die satirischen Weihnachtsgeschenkideen des Kabarettisten: ein Küchensieb zur „Gesichtsverpixelung“ im Internet und das Kamasutra für Senioren.
„Ein tolles Geschenk. Das ist ein ganz dünnes Buch mit nur einer Stellung aus 27 Ansichten und die Anleitung zur Ersten Hilfe ist auch schon dabei“ so Herrmann. Zum Abschluss gab’s noch ein paar Zugaben für die ohnehin gereizten Lachmuskeln. Im Interview mit unserer Zeitung verriet Martin Herrmann: „Im Adventszelt vor soviel Publikum aufzutreten, ist immer etwas besonderes.“
Und auch dem Publikum gefiel der Abend ausgesprochen gut. Martina und Günther Selle aus Herne: „Der satirische Adventskalender im Castroper Adventszelt ist schon ziemlich reizvoll. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder hier.“
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