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Politik

In Castrop-Rauxel hätte Laschet gewonnen

01.11.2010 | 14:46 Uhr
In Castrop-Rauxel hätte Laschet gewonnen
Am 31.10.2010 findet in der CDU-Geschäftsstelle in Castrop-Rauxel die Stimmabgabe für den CDU-Landesvorsitzenden statt. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Breilmann, Annegret Steinbock, Josef Berkel, Herbert Hampe. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel.Der hiesige CDU-Stadtverband zeigte sich skeptisch, ob Bundesminister Norbert Röttgen sein Amt in NRW voll und ganz ausfüllen kann: Die meisten Parteimitglieder stimmten für Armin Laschet.

Wenn es nach der CDU Castrop-Rauxel gegangen wäre, dann hätte Armin Laschet das Rennen um den CDU-Landesvorsitz in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Mehrheit - wenn auch nur eine knappe - hatte bis Sonntag für den früheren NRW-Integrationsminister gestimmt. Letztlich aber war das landesweite Votum der Basis eindeutig: 54,8 Prozent für Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, 45,2 Prozent für Laschet. Seine offizielle Wahl zum Vorsitzenden am kommenden Samstag auf dem Landesparteitag in Bonn gilt nun nur noch als Formalie.

„Wir haben zwei hervorragende Kandidaten“, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Breilmann am Sonntag, dem letzten Tag, an dem es für die Parteimitglieder möglich war, ihre Stimme abzugeben. „Beide haben Eigenschaften, die für sie sprechen.“ Beide seien gute Landesvorsitzende.

Dennoch hatten auch Michael Breilmann und sein Stellvertreter Josef Berkel einen klaren Favoriten: Armin Laschet. „Wir wollen, dass unser Parteichef vor Ort ist“, begründeten Breilmann und Berkel. Röttgen habe nun mal seine Verpflichtungen in Berlin, sind auch in Castrop-Rauxel offenbar viele skeptisch, ob der Bundesminister sein Amt in NRW voll und ganz ausfüllen kann. „Nur ein Nebenjob wird das aber sicher nicht für ihn“, so Michael Breilmann, der Laschet klar vorne sah. „Er ist ein hervorragender Redner, war zudem Mitglied einer sehr guten Landesregierung.“

Die Mehrheit der Castrop-Rauxeler Christdemokraten schien das so zu sehen: 182 stimmten für Laschet, 178 für Röttgen. „Viele haben sich an der Wahl beteiligt“, würdigte Breilmann das hohe Interesse innerhalb der eigenen Partei. Allein bei der Briefwahl habe die Beteiligung bis vergangenen Sonntag bei über 45 Prozent gelegen. „Kreisweit ist das ein sehr gutes Ergebnis“, so Breilmann. „Zuletzt hatten wir bei einer solchen Abstimmung 44 Prozent.“

Das war1994, damals traten der ehemalige Finanzminister Helmut Linssen und der heutige Bundestagspräsident Norbert Lammert gegeneinander an. Damals gewann Linssen.

Besagte 44 Prozent wolle die CDU Castrop-Rauxel in diesem Jahr natürlich toppen – und sie schaffte es auch: Die Wahlbeteiligung lag bei weit über 56 Prozent. Mehr als die Hälfte der 640 Christdemokraten in der Europastadt hatte also über den neuen Vorsitzenden abgestimmt.

„Es ist hervorragend, dass den Mitgliedern dieses Mitspracherecht eingeräumt wurde, die CDU Castrop-Rauxel sieht diese innerparteiliche Basisdemokratie als vorbildlich an“, konstatierte Michael Breilmann.

Sabine Latterner

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Kommentare
01.11.2010
20:09
In Castrop-Rauxel hätte Laschet gewonnen
von wahrsager2010 | #1

Hehe, dass die Castroper CDU auf Laschet gesetzt hat, ist doch symptomatisch. Die Castroper CDU hat bisher nie auf das richtige Pferd gesetzt :-)

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