Impfungen schützen vor der nächsten Grippewelle
18.10.2011 | 18:13 Uhr 2011-10-18T18:13:00+0200
Castrop-Rauxel. Vor der nächsten Grippewelle kann man sich leicht schützen. Die Impfung beim Hausarzt schützt vor fiesen Viren und ist obendrein noch kostenlos.
Von Husten, Schnupfen oder Heiserkeit fehlt vielerorts noch fast jede Spur. Doch beim ungemütlichen Herbstwetter liegt der Gedanke nicht fern, dass die nächste Grippewelle schon bald im Anmarsch ist. Doch noch ist genügend Zeit, sich mit einer Impfung vor fiesen Viren zu schützen.
Impfstoff gegen Influenza
Der Impfstoff gegen die in diesem Jahr erwarteten Grippeviren ist in den Arztpraxen bereits seit Ende September vorrätig . „Der Wirkstoff schützt vor der epidemischen Grippe, der so genannten Influenza “, erklärt Ärztesprecher Dr. Michael Greef. Der Mediziner empfiehlt den Impfstoff ausdrücklich. Auch Patienten, die sich im vergangenen Jahr gegen die Grippe haben impfen lassen, rät er zum Auffrischen. „Der Schutz hält nur zwischen sechs und zwölf Monaten“, so der Arzt. Nebenwirkungen hätten Patienten nicht zu befürchten. Einzige Ausnahme sind Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie. Doch auch für sie gibt es einen speziellen Impfstoff.
Aus medizinischer Sicht sollten Personen, die älter als 60 Jahre sind, sich impfen lassen. Dazu gehören insbesondere Frauen und Männer, die im Altenheim leben. Geimpft werden können Kinder ab sechs Monaten. Dr. Greef empfiehlt aber nur Jugendlichen und Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen oder Grundleiden wie Zuckerkrankheit einen Schutz vor Influenza. Ansonsten kämen aus seiner Sicht vor allem diejenigen dafür in Frage, die im Beruf viel Publikumsverkehr und dadurch einer erhöhten Gefährdungslage ausgesetzt seien. Dazu gehörten etwa Pflegekräfte in Krankenhäusern, Altenheimen oder Erzieher.
Impfung noch rechtzeitig
Ein Ansturm von Patienten ist in den Castrop-Rauxeler Arztpraxen bis dato ausgeblieben. Wohl auch, weil es noch keine Meldungen über eine potenziell gefährliche Welle gibt. Dennoch ist die Nachfrage auf hohem Niveau. Greef schätzt, dass circa 80 Prozent seiner Patienten, bei denen eine Impfung angebracht ist, schon den neuen Wirkstoff in sich tragen. „Die meisten haben sich daran gewöhnt, jährlich aufzufrischen“, sagt Dr. Greef.
Eine Impfung beim Hausarzt verursacht grundsätzlich keine Kosten für den Patienten. Der Wirkstoff und die Behandlungskosten werden erstattet. Außerdem entfällt die Praxisgebühr für das Quartal, wenn der Patient nur eine Impfung beim Arzt in Anspruch genommen hat.
Wer erst jetzt mit dem Gedanken spielt, sich vor der Grippewelle zu schützen, ist längst nicht zu spät dran. „Für eine Impfung ist es noch früh genug“, sagt Greef. Die Grippewelle rolle üblicherweise Ende November oder Anfang Dezember über das Land. Der Wirkstoff schützt jedoch bereits nach einer Woche nach der Verabreichung vor den krank machenden Viren.
Für Patienten stehen in diesem Jahr deutschlandweit rund 22 Millionen Dosen bereit. „Das reicht vollkommen aus“, so Greef.
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