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Ideenbörse zur Jugendkultur

05.02.2012 | 15:00 Uhr
Ideenbörse zur Jugendkultur

Castrop-Rauxel.Erstmals findet am 18./19. Februar ein Symposium zur Jugendkultur statt. Eine Ausstellung in der Bürgerhaus Galerie gibt schon mal einen Vorgeschmack auf die Vielfalt des Themas.

Jugendkultur ist ein allgegenwärtiges Thema und ein sehr wichtiges noch dazu. „Jeder hat einen anderen Blickwinkel auf das Thema, aber ein richtiger Austausch findet im Prinzip nicht statt“, bemerkt Jörg Weirauch von Stage Art. Um diesen Austausch der verschiedenen Institutionen und Parteien nun anzuregen, findet am 18./19. Februar ein Jugendkultursymposium statt, bei dem allen, die sich zum Thema Jugendkultur äußern möchten, die Gelegenheit dazu geboten wird.

Als Auftakt für dieses Symposium gibt es seit Sonntag in der Bürgerhausgalerie eine Ausstellung mit Arbeiten von Schülern des Adalbert-Stifter-Gymnasiums und des Ernst-Barlach-Gymnasiums. Mit verschiedenen Themen haben die Jugendlichen im Kunstunterricht und zu Hause an ihren Werken gearbeitet, und was dabei herausgekommen ist, ist mehr als vorzeigbar. „Die Werke, die wir hier ausstellen, haben eine Technik, die wirklich unglaublich ist. Und dabei muss man sich immer vor Augen halten, dass hier keine Profis am Werk waren, sondern Jugendliche“, lobt Kulturdezernent Michael Eckhardt im Gespräch mit dieser Zeitung.

Auch für das Symposium soll die Ausstellung einen Einstieg bieten. „Wir wollen im Prinzip herausfinden, wo das ,Ist’ der kulturellen Arbeit in Castrop-Rauxel ist. Was ist vorhanden und wie sind die Ausgangsvorstellungen“, erklärt Jörg Weirauch, der die Ausstellung mit organisiert hat. „Dazu laden wir die drei wichtigen Parteien in dieser Diskussion ein: zum einen die Politik und Verwaltung, zum anderen die Wirtschaft und als drittes natürlich die Jugendlichen selbst. Auf dem Symposium soll dann die Plattform für einen Austausch geschaffen werden, zu dem es oftmals nicht kommt, der aber dringend nötig ist“, so Weirauch.

Dass es oft nur an Kleinigkeiten mangelt, ist ärgerlich, weiß auch Michael Noack von der Volkshochschule Castrop-Rauxel. „Häufig haben die Jugendlichen wirklich tolle Ideen, die aber an finanziellen Mitteln scheitern, die sie selber natürlich nicht tragen können. Deswegen laden wir auch Verwaltung und Wirtschaft ein, um langfristig zu erreichen, dass Ideen und Finanzen zusammengeführt werden“, hofft er. Jörg Weirauch fügt hinzu: „Bei einem solchen Gespräch können die Jugendlichen ihre Ideen präsentieren, und es besteht auch die Möglichkeit, dass Politik und Wirtschaft selbst Bedingungen stellen, die erforderlich sind, um eine Finanzierung zu ermöglichen.“

Neben den Diskussionen soll allerdings auch die Kultur nicht zu knapp kommen an dem Wochenende. Mit Kunst, Musik und Kabarett im Programm sollen die Teilnehmer einen Eindruck von und Anregungen für Jugendkultur bekommen. „Hauptziel des Workshops ist das Gespräch in verschiedenen Arbeitsgruppen und runde Tische am Schluss. Die Auftritte der Künstler sollen die Tagesordnung auflockern und Anregungen schaffen“, erzählt Jörg Weirauch.

Nina Lunemann

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