"Ich bin einer von euch"
13.03.2009 | 17:33 Uhr 2009-03-13T17:33:00+0100Castrop-Rauxel. Jürgen Drews ist der dienstälteste Unterstützer des Solidarfonds. Vor seinem Benefiz-Auftritt im Brauhaus Rütershoff betont der 63-Jährige, dass auch Schlagersänger ihrer sozialen Verantwortung nachkommen.
Der Solidarfonds wird von vielen Stars der Schlagerszene unterstützt. Doch keiner ist so lange dabei wie Jürgen Drews. Seit dem Start 1989 hält er der Hilfsaktion für Arbeitslose die Treue. Vor der Benefiz-Party am Freitag, 20. März, im Brauhaus Rütershoff sprach Redakteur Jürgen Stahl mit dem 63-jährigen Dülmener.
Als Party-König ist Jürgen Drews allseits bekannt, vielfach berüchtigt. Als Förderer von sozialen Projekten werden Sie in der Öffentlichkeit eher selten wahrgenommen.
Drews (lacht): Wohl wahr. Man traut dem beknackten Drews nicht zu, dass er auch ein soziales Gewissen hat. Dabei absolvieren meine Kollegen und ich ständig Benefiz-Auftritte. Dabei ist aber wichtig, sich auf ein, vielleicht zwei wirklich seriöse Projekte zu konzentrieren. Für mich ist der Castrop-Rauxeler Solidarfonds, also der Kampf gegen Arbeitslosigkeit, das definitiv wichtigste Projekt.
Wird ein gut verdienender Unterhaltungskünstler mit Arbeitslosigkeit konfrontiert?
Drews: Ich bin keiner der Interpreten, die hauptsächlich bei Galas oder ähnlich exklusiven Events auftreten. Ich bin mit meiner Musik im wahrsten Sinne volksnah und mache Party: mit ganz normalen Leuten, die keine Reichtümer besitzen, oft auch arbeitslos sind. Klar: Ich verdiene gut, bin aber trotzdem ganz nah dran an den Menschen und weiß gerade in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten um deren Sorgen und Probleme. Ich sage immer: Ich bin einer von euch!
Deshalb Ihr Engagement für den Solidarfonds?
Drews: Genau deshalb. Ich werde in Briefen und Gesprächen immer wieder gebeten, einer notleidenden Person, einer Familie direkte Hilfe zu leisten. Doch damit würde ich eine Lawine lostreten. Der Solidarfonds gibt mir und vielen meiner Kollegen die Möglichkeit, die Hilfe in geordnete Bahnen zu lenken. Unbürokratisch. Effizient. Und gerade für das Ruhrgebiet wichtig.
Was erwartet die Besucher am Freitag im Brauhaus?
Drews: Eine Party, bei der man Spaß hat, für einige Stunden seine Sorgen vergessen kann und mit seinem – moderaten – Eintritt noch eine wirklich gute Sache unterstützt. Ich verzichte einmal mehr auf meine Gage, um den Solidarfonds weiter zu fördern, und hoffe auf ein volles Haus. 10 Euro sind nicht zu viel.
11:17
Ich kann #1 nur zustimmen.
11:04
Man mag von seiner Musik und Auftreten halten, was man will.
Das Engagement von Drews ist aller Achtrung würdig.