"Hund war krank und musste behandelt werden"

Das Tierheim in Castrop-Rauxel stand zuletzt immer wieder in den Schlagzeilen. Vor wenigen Tagen berichtete unsere Redaktion, dass dort ein Hund an den Folgen einer zum möglicherweise falschen Zeitpunkt gewählten Kastration gestorben sein könnte. Das weist Tierheim-Chefin Roswitha Heise jetzt entschieden zurück - in einer Stellungnahme.

Castrop-rauxel.. Hier lesen Sie einen Auszug der Stellungnahme von Roswitha Heise zu diesem Artikel:

"Bei besagtem Hund handelte es sich um einen ausgewachsenen Kangal, der seinen Besitzern seitens des Amtes entzogen und bei uns untergebracht wurde. Der Entzug des Hundes basierte auf wiederholten Beschwerden der Nachbarn, die sich vor ihm fürchteten, weil er häufiger ausriss und frei herumlief. So ein Entzug wird nicht mal so eben beschlossen, und hat handfeste Gründe. Im Tierheim wurde schnell festgestellt, dass dieser Hund krank war und dringend behandelt werden musste. Kein Hund wird mal eben spaßeshalber kastriert. Bei Chakir war es absolut notwendig, da der Hund ständig Blut verlor. Bedingt durch starke innere Entzündungen und die damit verbundenen Schmerzen wurde der Hund immer aggressiver. Keiner der Tierheimangestellten, einschließlich der Tierheimleitung, durfte ihm zu nahe kommen. Ihre Behauptung, wir hätten den Hund gegen ärztlichen Rat operieren lassen, entbehrt jeglicher Grundlage. Genau das Gegenteil war der Fall. Der Termin für diese OP wurde bereits zwei Wochen vorher festgelegt. Das war erforderlich, weil der Ex-Besitzer mit zur Klinik musste. Wie schon erwähnt, ließ der Hund sonst niemanden an sich heran. Ach ja, zu erwähnen wäre noch, dass Veterinär- und Ordnungsamt ausgiebig über diesen Fall informiert wurden."

Der Hund war am vergangenen Sonntag (5. Juli) am Tag der offenen Tür verendet. Wie aus Insiderkreisen verlautete, sollte der Hund trotz der hohen Temperaturen und der kurz vorher vollzogenen Kastration den Besuchern präsentiert werden. Angeblich auch gegen den Rat von Mitarbeitern, die auf einen Verbleib in der Innenbox plädiert hätten. Die ungewohnte Konfrontation mit den Besuchern in Kombination mit der Hochsommerhitze seien offenbar ursächlich für den Tod, heißt es weiter von dem Insider.