Hausbrand: Sprengstoff und Drogen sicher gestellt

Ein Feuer ist am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr auf dem Hülsenweg im Castroper Holz in einem Reihen-Einfamilienhaus ausgebrochen. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Offenbar hatte ein Bewohner (30) des Hauses Material zur Erstellung von Feuerwerkskörpern gelagert. Die Polizei hat zudem auch Drogen sicher gestellt.

Castrop-rauxel.. Update 15.30 Uhr: Der 30-jährige Bewohner des Brandhauses, der illegal mit chemischen Substanzen zur Herstellung von Pyrotechnik hantiert hatte, wurde bei dem Feuer schwer verletzt. Das teilte die Polizei am Nachmittag mit. Sein 33 Jahre alter Bruder und die 85-jährige Großmutter erlitten leichte Verletzungen. Auch zum gemeldeten Drogenfund gibt es jetzt nähere Informationen: Es handelt sich laut Polizei um eine "Indoorplantage mit Marihuana-Pflanzen".

Update 14 Uhr: Die Recklinghäuser Polizeisprecherin Ramona Hörst bestätigte den Einsatz von LKA-Kräften und Bundespolizei am Hülsenweg. "Sie unterstützen uns mit ihren Fachkräften, weil wir nicht genügend Experten dafür haben", räumte sie ein.

Mittlerweile seien Experten vor Ort, die sich mit Chemikalien und Gerätschaften auskennen, um die Funde in dem Haus fachlich zu bewerten. Auf die Frage, ob auch Drogen gefunden worden seien, antwortete sie ausweichend: "Da lag schon so einiges rum, was nicht erlaubt ist."

Update 13.30 Uhr: Der Brand in Rauxel fördert offenbar größere kriminelle Aktivitäten zutage: Eine größere Anzahl von Beamten des Landeskriminalamtes haben nach sicheren Informationen unserer Redaktion neben einer größeren Menge Sprengstoff offenbar auch Drogen sichergestellt. Unter Verdacht stehen dabei zwei Männer um die 30 Jahre. Der Polizeieinsatz hält an.

Update 10.40 Uhr: Wie ein Sprecher der Feuerwehr unserem Reporter vor Ort mitgeteilt hat, hängt der Brand möglicherweise mit der unsachgemäßen Produktion von Feuerwerkskörpern in dem betroffenen Gebäude zusammen. Ein Bewohner habe zwar die Lizenz, um mit Pyrotechnik zu hantieren, allerdings soll ihm dabei jetzt ein Fehler unterlaufen sein, vermutet die Feuerwehr. Fest steht: "Art und Menge der sichergestellten Substanzen wären in einem Wohnhaus nie und nimmer genehmigungsfähig", teilte die Polizei mit. Mit anderen Worten: Der Mann hätte die Pyro-Substanzen gar nicht in dem Haus aufbewahren dürfen.

Brisant: In direkter Nachbarschaft des Wohnhauses befindet sich ein Kindergarten.

Unsere Erstmeldung: Laut Angaben von Feuerwehrsprecher Bernd Brudek war es bei Eintreffen der Feuerwehr allerdings bereits von den Anwohnern bereits gelöscht worden. Aufgrund der hohen Rauchentwicklung erlitten dabei drei Personen leichte Rauchgasvergiftungen und wurden in die beiden heimischen Krankenhäuser gebracht. "Es ist aber nichts Dramatisches", versicherte Brudek.

Brandursache ist noch unklar

Die Feuerwehr lüftete das Gebäude, gegen 9.45 Uhr war der Einsatz beendet. "Zur Brandursache können wir noch nichts sagen", erklärte Brudek. Die Polizei habe nach Abschluss der Feuerwehreinsatzes den Einsatzort übernommen und mit den Ermittlungen begonnen.

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