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Bauarbeiten

Haus Bladenhorst: Baustopp unterbricht Renovierung

01.02.2012 | 19:08 Uhr
Haus Bladenhorst: Baustopp unterbricht Renovierung
gegossen worden.

Castrop-Rauxel.   Es tut sich was in und am Haus Bladenhorst, der traditionsreichen Gaststätte. Doch die Renovierungsarbeiten stören Anwohnern der Wartburgstraße, jetzt verhängte das Bauordnungsamt einen Baustopp.

Es tut sich was in und am Haus Bladenhorst, dem traditionsreichen Restaurant in der Nähe des Hauptbahnhofs. Doch nicht alle der Aktivitäten stoßen bei den Anwohnern der Wartburgstraße auf Gegenliebe und Verständnis.

Denn bis in die späten Abendstunden hinein seien im Außenbereich Bauarbeiten gelaufen, monieren mehrere Nachbarn. „Da ist bis spät abends gehämmert worden“, sagt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Augenscheinlich seien Betonsäulen gegossen worden, vermutlich für einen Zaun. Warum der überhaupt nötig sei, fragt sich die Anwohnerin, die beobachtet hat, dass zu vorgerückter Stunde noch die Verschalungen für die Betonsäulen zusammen gezimmert worden seien – unüberhörbar für die direkten Nachbarn in den Wohnhäusern.

„Wenn es notwendige Arbeiten etwa an Versorgungsleitungen gewesen wären, hätte ich noch Verständnis aufbringen können“, sagt die betroffene Anwohnerin, nicht aber für eine solche Art von Handwerk.

Jetzt allerdings seien die Bauarbeiten offensichtlich eingestellt worden, berichtet die Anliegerin und wundert sich nun. Auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte das Bauordnungsamt, dass vor wenigen Tagen ein Baustopp für die Bauarbeiten am Haus Bladenhorst verhängt worden sei. Bei einer Kontrolle, die anscheinend auch durch die Beschwerden der Anwohner und ihrer Hausverwaltung angestoßen worden war, sei aufgedeckt worden, dass keine Baugenehmigung für die geplante Umfriedung des Grundstücks vorliege. „Alles, was an Einfriedung über einem Meter hoch ist, und angrenzend an eine öffentliche Verkehrsfläche liegt, braucht eine Baugenehmigung“, so ein Experte vom Bauordnungsamt. Die an der Gaststätte geplante Umzäunung werde zwischen 1,80 und 2,20 Meter hoch werden – und müsse daher genehmigt werden.

Bauordnungsamt prüft

Nun werde der Bauantrag nachgereicht, geprüft und – falls formal nichts zu beanstanden sei – kurzfristig genehmigt, heißt es beim Bauordnungsamt. Dann könnten die Bauarbeiten an der Umfriedung von Haus Bladenhorst fortgesetzt werden, stellt das Bauordnungsamt in Aussicht.

Auf Nachfrage bestätigte die IMG Immowest GmbH & Co. KG von Mirsad Freiberg, die die Immobilie am Hauptbahnhof im vergangenen Jahr gekauft hat, zwar die Renovierungsarbeiten, machte aber keine Angaben zur künftigen Nutzung der Räume.

Die letzten Pächter der Traditionsgaststätte Haus Bladenhorst war die Gastronomenfamilie Schütze, die das Restaurant 2006 übernommen hatte. Ihr Pachtvertrag lief Ende vergangenen Jahres aus, verlängern wollten die Schützes unter den ihnen angebotenen Konditionen nicht. Heute betreiben sie die Gaststätte am ehemaligen Schlepperhafen in Pöppinghausen.

Katja Büchsenschütz

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