Hauptamtliche verlassen Stammsitz

Das Deutsche Rote Kreuz wird im ersten Quartal seinen bereits verkauften Stammsitz an der Neptunstraße 10 in Castrop-Rauxel mit den meisten hauptamtlichen Verwaltungskräften verlassen. Die ehrenamtliche Arbeit, das Jugendrotkreuz sowie die generelle Erreichbarkeit dort aber aufrecht erhalten.

Castrop-rauxel.. Das bestätigte der hauptamtliche Vorstand Christoph Behrenspöhler jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion. "Wir geben den Standort Neptunstraße nicht auf, wir setzen uns ein bisschen kleiner", sagte er.

Ausschlaggebend für den Rückzug auf das Souterrain seien wirtschaftliche Überlegungen. "Die Liegenschaft steht da, ist riesig groß und wir nutzen sie nur noch in Teilen", sagte Behrenspöhler. So habe sich die Wohnung des langjährigen früheren Geschäftsführers Fred Alsbach nach seinem Tod vor knapp drei Jahren als nicht vermietbar erwiesen. Außerdem sei der Bereich Gefahrenabwehr immer kleiner geworden.

Darüber hinaus, so Behrenspöhler weiter, ginge es auch in den ehrenamtlichen Bereichen stetig zurück. "Als ich 2000 hier angetreten bin, hatten wir 3500 Fördermitglieder, jetzt sind es nur noch knapp 1500", stellte er klar. Auch habe es schon früher Nutzungsänderungen gegeben. Die bedeutendste sei der Umzug des Rettungswesens an die Feuerwache im Jahr 1999 gewesen.

Personal soll nicht abgebaut werden

Nach der Fusion der Bezirksverbände Recklinghausen Stadt und Land sowie Castrop-Rauxel 2004 und der weiteren mit Marl 2007 werde jetzt der nächste konsequente Schritt auf dem Gelände des früheren TÜV in Recklinghausen Süd gegangen, unterstrich der Vorstand. "Wir werden die Mitarbeiterinnen der Verwaltung zentral in Recklinghausen zusammenziehen", sagte Behrenspöhler. Personalabbau sei in diesem Zuge nicht vorgesehen.

Im Augenblick sind in Castrop sechs Mitarbeiterinnen vollzeitbeschäftigt angestellt, von denen fünf nach Recklinghausen wechseln. "Wir werden aber eine Erreichbarkeit der Geschäftsstelle in der Neptunstraße aufrecht erhalten", versicherte Behrenspöhler, fügte aber gleichzeitig hinzu: "Der Eindruck, dass die Menschen täglich in Massen auf uns zu kommen, ist falsch." Ganz viel Beratung laufe über das Telefon, aufsuchende Betreuung oder Veranstaltungen. "Wir werden unser Angebot flexibilisieren", versicherte Behrenspöhler. Man werde sich dabei ganz nach den Bürgerwünschen ausrichten.