Geplanter Abbriss: Unterstützung für Vivawest-Mieter

Der Mieterverein Dortmund steht weiter hinter den Vivawest-Mietern, die vom Abriss ihrer Häuser und Wohnungen an Stettiner Straße und am Sonnenschein in Habinghorst bedroht sind. Einige Bewohner sind aber schon von sich aus ausgezogen.

Castrop-rauxel.. Dass der Mietverein Dortmund hinter den Vivawest-Mietern stehe, versicherte Rechtsanwalt Martin Grebe in einem Gespräch mit dieser Redaktion: "Wir bleiben da am Ball und unterstützen die Mieter weiter", erklärte Grebe. Immerhin hätte man gemeinsam erreicht, dass keine Kündigungen ausgesprochen würden und die Mieter so lange in den alten Wohnungen bleiben könnten, wie sie wollten. "Die Siedlung an der Stettiner Straße bleibt, bis der letzte ausgezogen ist", verdeutlichte der Mann vom Mieterverein.

Ein Abrisstermin sei in den vorausgegangenen Gesprächen nicht genannt worden. Die Gutachten, in denen es um die Gründe für den vom Eigentümer Viwawest geplanten Abriss geht, würden nicht zur Verfügung gestellt. "Es hieß, es gebe keinen Rechtsanspruch darauf, weil ja auch niemand auf Räumung verklagt wird", erklärte Grebe. Nach wie vor versuche Viwawest mit den Mieter zu verhandeln und ihnen Ausweichquartiere aus dem eigenen Bestand anzubieten.

Wie Dr. Marie Mense, Sprecherin des Wohnungsunternehmens bestätigte, habe man sich mit bislang zehn Kunden über einen Wohnungswechsel einigen können. "Alle diese vom geplanten Abriss betroffenen Kunden sind wieder in ein Viwawest-Objekt gezogen", erklärte Mense.

Unterstützung aus der Politik

Mit der Politik werde ebenfalls das Gespräch gesucht. SPD-Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja und FWI-Fraktionschef Manfred Postel hatten den Mietern bei einer Unterschriftenaktion vor einigen Tagen Solidarität zugesichert. Einen Abrissantrag, versicherte Mense, habe Viwawest bisher nicht gestellt und sei insofern auch nicht unter konkretem Zeitdruck.

Bei Bekanntwerden der Abrisspläne, für die bautechnische und letztlich wirtschaftliche Gründe angeben wurden, war die Rede davon, dass die Häuser nicht vor Ende dieses Jahres abgerissen würden. Insgesamt betroffen sind jeweils zwölf Häuser und Wohnungen in Ickern und Habinghorst.

Unterschriftensammlung
Die Unterschriftensammlung wird fortgesetzt. An der Trinkhalle an der Stettiner Straße liegen Listen aus, einige Mieter werben in ihrem beruflichen Umfeld für Unterschriften. Am Donnerstag trifft sich die Mieterrunde um 18 Uhr in der Gaststätte Haus Uebersohn, In der Wanne 118.

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