Gekommen, um zu gucken
14.04.2010 | 15:01 Uhr 2010-04-14T15:01:00+0200
Castrop-Rauxel.Wenn die Panneköppe kommen, gibt’s was zu gucken. Gestern wagte sich das Team des Dortmunder „Geierabends“ bis an die Stadtgrenze, zu „Tante Amanda“, fast in Frohlinde - um für ihre Open-Air-Trilogie im Juni zu werben.
Am nächsten Samstag aber fallen Steiger und Präsident, das Tarot-Schwein und der Tubist in Castrop-Rauxel ein. 40 Gästen zeigen sie auf ihre Art die Schönheiten dieser Stadt. Es kann aber auch jeder andere kommen, um zu gucken.
Zur Erinnerung: Castrop-Rauxel ist noch bis zum Juni die Partnerstadt des Geierabends. „In Castrop-Rauxel scheint die Sonne an 350 Stunden im Jahr weniger als in Unna“, sagt Martin Kaysh. „Das finde ich schlimm. Da ist es immer dunkel und wir bringen Sonne hin.“
Am Samstag, 24. April, werden die Gewinner eines Geierabend-Quiz Castrop-Rauxels kennen lernen. Während sie elegant in einem Reisebus chauffiert werden, können sich die Castrop-Rauxeler Straßentheater live erleben - sofern sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. So lautet der angedachte Fahrplan:
11.30 Uhr, Hammerkopfturm, Schwerin: Nicht nur die Touristenführer Herr Jasper (Stadt Castrop-Rauxel) und Herr Schmöll (Martin F. Risse) werden den keltischen Baumkreis rund um den Hammerkopfturm erläutern. Miss Annen (Sandra Schmitz) wird ihn in einem Ausdruckstanz sichtbar machen. Anwesend ist auch das „Tarot-Schwein“ (Martin Kaysh), das den Anwesenden die Zukunft vorhersagen wird.
12.30 Uhr, Agora, Ickern: Willi Oer aus Erkenschwick wird mit den Anwesenden eine Hymne singen. Es ist die „B-Seite“ der original Kulturhauptstadt-Hymne von Herbert Grönemeyer, namens „Der Pott kaputt“.
13.30 Uhr, Bahnhof-Süd, Innenstadt: Zunächst wird der Tubist Matthias Dornhege aus dem Erkerfenster eines Hauses an der Oberen Münsterstraße ein Solo darbieten, das „Tarot-Schwein“ begleitet ihn. Weiter geht’s zu Fuß: In einem Haus an der Thomasstraße wird ein „Rock’n’Roller“ eine Führung durch seinen Proberaum (also seine Garage) geben. Exklusiv werden auch „Siegfried & Roy“ auftauchen.
Die „AWO-Oppas“ (Martin Kaysh: „Einst APO, jetzt AWO“) haben sich auf dem Marktplatz zu einer „angekündigten Spontandemo“ verabredet. Die Tour endet im Parkbad Süd, wo Jazzmusik, ein Porträtzeichner und ein Imbiss auf dem Programm stehen.
Für alle, die einen Geierabend kompakt bevorzugen empfiehlt sich die mittlerweile elfte Version der Open-Air-Show im Biergarten von Bubi Leutholds Restaurant „Tante Amanda“. 2700 Lachlustige kamen in den letzten Jahren und auch diesmal dürfte die Show aus Klassikern und neuen Stücken schnell ausverkauft sein. So kommentieren die „Zwei vonne Südtribüne“ die WM - obwohl die ja mangels Borussia-Beteiligung uninteressant sein dürfte. Die Bandscheibe („Wo ich bin, ist Raucherecke“) ist dabei und das Nachrichtenduo Erkentraute Baute und Aribert Ackermann. Und natürlich wird die Kulturhauptstadt ein Thema sein. Insgesamt also „eine schöne bunte Party“.
0mitdiskutieren