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Freiluft-Karneval in der Agora

13.02.2012 | 15:21 Uhr
Freiluft-Karneval in der Agora

Castrop-Rauxel.Der Freiluft-Karneval in Ickern steht am Samstag, 18. Februar, auf dem Programm und wird damit in seiner erneuerten Form zum mittlerweile dritten Mal auf dem Gelände des Kulturzentrums Agora stattfinden.

Ausrichter und Veranstalter ist die DJK Eintracht Ickern, deren Mitglieder nicht nur als fleißige ehrenamtliche Helfer den Ordnungsdienst, die Grillmeisterei und das Bierzapfen übernehmen, sondern zudem auch felsenfest von der Zukunft des Straßenkarnevals überzeugt sind. Uwe Pompöse, DJK-Geschäftsführer: „Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt. Die Gäste sollten nach Möglichkeit verkleidet kommen, denn das wird gerne gesehen.“ Und: „Lustig ist unheimlich wichtig.“

Die Veranstalter hoffen jetzt auf gutes Wetter. Das hatte bei der Neuauflage im Jahr 2010 nicht so gut geklappt. Pompöse. „Es war richtig kalt und es gab Schneefall. Im letzten Jahr dann war es ganz OK.“ Mit 600 bis 900 Besuchern rechnet die DJK Eintracht Ickern wieder, wobei die Erfahrung der letzten beiden Jahre zeigte, dass nicht immer nur ein großer Pulk an der Agora zusammen steht, sondern dass es „ein ständiges Kommen und Gehen gibt“, so Pompöse.

Sollte dass Wetter nun mitspielen, dann wird wieder im Amphitheater-Rund gefeiert. Wenn nicht, dann soll wie im letzten Jahr ein großer Lkw-Anhänger die Bühne sein. Und drumherum herrscht am 18. Februar von 11 bis 15.30 Uhr mit Sicherheit reger Betrieb. Dabei sind Chris Alexandro, der griechische Schlagersänger, Tobi die Partyrakete aus Wuppertal, die witzige Travestieshow mit den Terror Tucken und als Moderator und Sänger schwingt natürlich der Ickerner Lokalmatador Jörg Dussa das ganz große Zepter.

Freunde der gepflegten Tanzdarbietungen dürfen sich auf die Auftritte der beiden Tanzgarden freuen. Sowohl die kleinen, als auch die großen Tänzerinnen mit dem Gardetanz trainieren seit Monaten und fiebern ihren Auftritten förmlich entgegen. Die Gruppe der Kinder wird von Yvonne Schürmann geleitet.

Einmal die Woche steht das volle Programm in der Turnhalle an der Uferstraße an. Unser Leser Jens Rose hat seine beiden Kinder Anna (8) und Linda (5) in der Gruppe und ist von den Aktivitäten der Trainerin völlig begeistert. „Die Yvi macht das ganz toll.“ Kein Wunder, denn die 24-Jährige, die soziale Arbeit studiert, ist ein Karnevalskind durch und durch. Mit den beiden Garden hatte sie sich nach der Auflösung der Karnevalsgesellschaft Ickern der DJK angeschlossen und lobt seitdem die tolle Zusammenarbeit.

Sie ist von Kindheitsbeinen an „karnevalsverrückt“ und freut sich einen Ast, dass „Ickern endlich wieder einen Straßenkarneval hat, denn die Ickerner waren richtig traurig, dass es keinen mehr gab“. Ihre Tanzgarde wird im Funkemariechen Kostüm auf der Bühne stehen, aber auch Showtanz anbieten. „In diesem Jahr wollen wir die Zuschauer ins ,Traumland’ entführen“, verrät die Trainerin.

Die Kinder tragen dann alle einen Schlafanzug, bevor sie gemeinsam ins Reich der Träume sinken, um dann nach dem Aufwachen als Fabeltier wieder auf der Bühne stehen. Die Darbietungen der Kleinen sind gefragt, so gibt es immer wieder Auftritte in Altenheimen oder Kirchen wie St. Josef oder St. Antonius, wo die Tanzgarde für gute Stimmung sorgt.

Davon geht auch Pompöse in der Agora aus. Und damit erst gar kein Theater mit den Nachbarn entsteht, bittet er die Besucher, die mit dem Auto kommen, die Extra-Parkplätze am Rapensweg zu nutzen. Und die Lautstärke? Die war zumindest in den letzten Jahren kein Problem. „Die Anwohner haben sich nicht beschwert.“

Nach den Alkoholexzessen in der Vergangenheit wurde der Straßenkarneval 2007 vom Ickerner Marktplatz verbannt. Mit dem Aus sollte dem dumpfen Treiben ein Riegel vorgeschoben werden. Damit solche Auswüchse auf dem Agora-Gelände erst gar nicht entstehen, ist es beim neuen Straßenkarneval verboten, Alkohol mitzubringen. Polizei, Ordnungsamt sowie ein Sicherheitsdienst der DJK Eintracht Ickern werden wie in den beiden vergangenen Jahren für verschärfte Kontrollen bereits im Eingangsbereich sorgen. Ebenfalls soll sicher gestellt werden, dass kein Besucher unter 18 Jahren dort Alkohol trinkt. DJK-Vorsitzender Peter Schlösser: „Wir wollen hier keine Bierleichen und keine Jugendrandale haben.“

Gerhard Römhild

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