Flüchtlingsstrom nach Castrop-Rauxel hält an

Der Flüchtlingsstrom nach Castrop-Rauxel hält an. Allein am Montag wurde die Ankunft weiterer 16 Flüchtlinge angekündigt. Das bedeutet, es könnten noch deutlich mehr kommen, sagt Susanne Köhler von der Stadt. Die Helfer stoßen an Grenzen, dafür kann Castrop-Rauxel mit einem Millionen-Zuschuss vom Bund rechnen.

Castrop-rauxel.. Nicht, dass es an Wohnraum mangele. Oder der unbedingten Bereitschaft, zu helfen. "Wenn das so weitergeht, weiß ich nicht, wie wir das mit unseren paar Leuten schaffen sollen", sagt Köhler, die zum Team der Stadt gehört, das sich um die Flüchtlinge kümmert. Von Jahresbeginn bis zum 31. Mai kamen 200 weitere Flüchtlinge nach Castrop-Rauxel.

Eine genaue Gesamtzahl zu beziffern, die auch die Zahl der Geduldeten umfasst, ist wegen der sich ständig verändernden Daten gar nicht möglich. Es könnten auch schon über 400 Menschen sein, die in Castrop-Rauxel angekommen sind. Wie es weitergehen soll, darüber sprechen Stadt und Wohlfahrtsverbände am Dienstag an einem Runden Tisch. Auch Mitglieder der Facebook-Gruppe "Refugees Welcome in Castrop-Rauxel" und weitere Vereine sind dabei.

Kleidung für Flüchtlingskinder bei der Tafel

In der ehemaligen Harkortschule sortierten unterdessen Helfer weiter Kinderkleidung verstauten sie in Schränken. Es ist geplant bald montags, bevor die Tafel der Caritas in dem Schulgebäude an der Wittener Straße 322a öffnet, Kleidung für Kinder auszugeben. "Vielleicht schon ab dem kommenden Montag", berichtet Astrid Dähnke von den Stadtteilmüttern der Caritas. Die Tafel startet um 14 Uhr, die Kleiderabgabe soll daher um 12 Uhr losgehen, damit es nicht zu voll wird.

"Beim letzten Mal waren fast 60 Leute hier, da kommen wir langsam an unsere Grenzen", so Dähnke. Kleiderspenden können weiterhin am Besten zur Caritas am Lambertusplatz 16 gebracht werden. Pampers und Babynahrung sind nach wie vor sehr gefragt.

Soforthilfe von 1,5 Millionen Euro
Wie die SPD-Bundestagsabegordnete Eva Steininger-Bludau mitteilt, wird das Land die neue Soforthilfe des Bundes in vollem Umfang an die Städte weiterleiten. Von den zusätzlichen 108 Millionen Euro bekommt Castrop-Rauxel einen Anteil von 427.687 Euro. Durch die Erhöhung erhält die Stadt insgesamt einen Zuschuss von knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr.


Darüberhinaus spricht sich die SPD für eine dauerhafte vollständige Übernahme der Kosten für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen durch den Bund aus.