Feuerwehr Henrichenburg lädt ins neue Gerätehaus

Grau, weiß und immer mal wieder rot als Hingucker: Das sind die dominierenden Farben im neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Henrichenburg. Am Samstag, 25. April 2015, wird der Neubau mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. Wir haben uns dort bereits vorab umgesehen.

Henrichenburg.. Das lange Hickhack um den Neubau an anderer Stelle statt am Standort Hedwig-Kiesekamp-Straße, die angekündigten Klagen wegen der Abstände: All‘ das ist Schnee von gestern. "Es ist einfach klasse geworden hier", bekräftigt Löschzugführer Josef Pieper.

Die drangvolle Enge und das Gefühl, mit dem Tor auf die Löschfahrzeuge zu knallen, sind Geschichte. Statt 545 Quadratmetern wie im Altbau stehen im Neubau 780 zur Verfügung. Mit mehr Platz für die 48 Aktiven, darunter eine einzige Frau mit dem Namen Lisa Brand.

24 Quadratmeter großer Balkon mit Holzdielen

Mit getrennten Duschen und Toiletten. Und mit einem Schmuckstück für die wärmere Jahreszeit: Ein 24 Quadratmeter großer Balkon mit Holzdielen, direkt angrenzend an den großen Schulungsraum. "Das ist schon so ein richtiger Treffpunkt geworden", schwärmt Pieper. Platz genug gibt’s auch für das von der Hauptwache abgekoppelte Rettungsdienstfahrzeug mit separaten Räumlichkeiten für die Rettungsdienstler.

Eingezogen ist der Löschzug in sein 1,45 Millionen Euro teures neues Domizil schon im September 2014, nachdem das "Jahr" in der Ersatzunterkunft beim Technischen Hilfswerk (THW) in Habinghorst nach dem Abriss des alten Gerätehauses am 11. November 2013 vergangen war.

"Erstmal ankommen"

"Aber wir wollten hier erst mal ankommen", so Pieper. Samstag wird es zum ersten Mal wieder Sirenenalarm geben - 2008 wurde er das letzte Mal ausgelöst. Zum offiziellen Festakt werden auch Bürgermeister Johannes Beisenherz und Architekt Rolf Bensch erwartet. Die Grundschule Alter Garten bekommt den Erlös des Löschzugs vom Osterfeuer überreicht.

Auf dem Programm stehen weiter eine Fahrzeugschau, die Vorstellung der Arbeit des neuen Rettungswagens, Brandschutzerziehung und Unterhaltung für die Kleinen. Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill und Erbsensuppe dürfen nicht fehlen. Bis auf sensible Technik dürfen die Besucher alles begucken. Und die gekonnte Verbindung von Alt und Neu bewundern.

Eine alte Leiter dient als Garderobe, die alte Handdruckspritze von 1895 steht am Eingang, der Grundstein von 1927 ist in die Wand der Fahrzeughalle eingelassen, der neue Grundstein von 2014 steckt direkt dahinter. Im Eingangsbereich. Der rote Hahn, Synonym für brennende Häuser, früher an der Spitze des alten Turms, hat ebenfalls ein neues Plätzchen gefunden.

Am Samstag, 25. April, wird der Neubau am Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. Von 12 bis 18 Uhr wird’s volksfestähnliche Stimmung geben im Dorf.