Feuer und Flamme
26.10.2008 | 15:55 Uhr 2008-10-26T15:55:13+0100Großbrand in der Verpackungsfabrik Thimm war glücklicherweise nur eine Übung.Freiwillige Feuerwehr Merklinde testete zum Jahresabschluss ihre Einsatzbereitschaft
Feuer in einer Papp- und Papierfabrik - wegen der leichtentflammbaren Materialien ein Horror-Szenario für jeden Feuerwehrmann. Auch wenn es sich glücklicherweise beim Einsatz auf dem Thimm-Betriebsgelände nur um die alljährliche Abschlussübung handelte, so ging der Löschzug Merklinde nicht weniger motiviert ans Werk.
16 Uhr am Samstagnachmittag: Bei Arbeiten in der Verladehalle verursacht ein Mitarbeiter mit seinem Gabelstapler einen Unfall. Als ihnen dichter Qualm entgegenschlägt, alarmieren die Kollegen per Notruf die Feuerwehr und begeben sich zum festgelegten Sammelpunkt vor der Produktionshalle. Dort wird festgestellt: zwei fehlen.
16.06 Uhr: Der Löschzug Merklinde rückt an. Blauröcke in voller Montur springen aus den Einsatzwagen. Bereits vor Ort ist die zehnköpfige Betriebsfeuerwehr. Schläuche werden ausgerollt, Anweisungen über Walkie Talkies weitergegeben.
16.14 Uhr: Wäre der Einsatz ernst, könnten alle nun erst einmal aufatmen. Kurz nachdem die freiwillige Feuerwehr einen der beiden Vermissten im Südwest-Trakt bergen konnte, werden auch die Kameraden der Betriebsfeuerwehr fündig und bringen die zweite Person aus der entgegengesetzten Seitentür heraus. "Die Zusammenarbeit mit den Betriebsfeuerwehren läuft dank der Lehrgänge in der Hauptwache an der Frebergstraße immer hervorragend", lobt Heinz Gremm, der stellv. Merklinder Löschzugführer.
16.35 Uhr: Los geht's zum Gerätehaus an der Wittener Straße zur Manöverkritik.
"Vor allem die Rettung der Menschen hat gut funktioniert, und das ist das Wichtigste", ist Heinz Gremm mit den Leistungen seiner 30-köpfigen Truppe zufrieden. Eine Übung bei Thimm ist übrigens für den Löschzug nichts Neues. Nach der neuen Verbindung der Stahlbaustraße hin zum Neuen Hellweg galt es jedoch nun den neuen Hydranten auf dem Zubringer auf seine Leistungsfähigkeit hin zu prüfen. "Mit den beiden Hydranten an der Zufahrt kommen wir insgesamt auf eine Wassermenge von fast 4000 Liter pro Minute, das passt schon" ist Heinz Gremm zufrieden.
Einen Großeinsatz gab es real noch nie bei Thimm. Wohl aber in der benachbarten ehemaligen Küchenmöbelfabrik Anfang der 90er Jahre.
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