FDP-Chefs kritisieren „Zündel”-Guido
12.02.2010 | 18:59 Uhr 2010-02-12T18:59:00+0100
Castrop-Rauxel. Die heimische FDP ist mit den Aussagen ihres Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle zum aktuellen Hartz IV-Urteil so gar nicht einverstanden (SPD-Chef Gabriel: „Er zündelt wie Kaiser Nero”). Ortspolitiker versuchen Westerwelles Äußerungen zu retten.
Die heimische FDP ist mit den Aussagen ihres Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle zum aktuellen Hartz IV-Urteil so gar nicht einverstanden (SPD-Chef Gabriel: „Er zündelt wie Kaiser Nero”).
Sowohl der Stadtverbandsvorsitzende Christoph Grabowski, als auch der Fraktionsvorsitzende Jürgen Adler versuchen ob der gewaltigen Verbalinurien ihres Bundesbosses zu retten, was zu retten ist und verwahren sich aufs Schärfste gegen Westerwelles Äußerungen. Sie sagen unisono: „Kritik am Gerichtsurteil darf nicht auf dem Rücken der Hartz IV-Bezieher ausgetragen werden.” Seien wir doch lieber froh, dass wir in einem Sozialstaat leben, meint Grabowski, der ganz enorme „Bauchschmerzen” mit den Westerwelle-Attacken hat.
„Hartz IV kann jeden treffen, das geht schnell.” Im übrigen bringe es doch wenig, in einem Sozialstaat die Ärmsten zu kritisieren. Und: „Hartz IVler sind keine faulen Socken”, sagt Grabowski, der „kein Problem damit hat, Kritik am Bundesvorsitzenden zu äußern”.
0mitdiskutieren