Ex-Fußball-Profi Wolfram Wuttke gestorben

Er galt als eines der größten Stürmertalente im deutschen Fußball, die ganz große Karriere aber blieb ihm versagt. Am Sonntag ist Wolfram Wuttke - ehemaliger Fußball-Profi aus Castrop-Rauxel - mit nur 53 Jahren in einem Krankenhaus in Lünen gestorben.

Castrop-rauxel.. Bis vergangenen Sonntag war Wolfram Wuttke noch zu Hause. In seinem Wohnhaus in Selm. Doch dann kam er ins Lüner St.-Marien-Hospital und lag wegen multiplem Organversagen im Koma. Sein Zustand sei "kritisch, aber stabil" hieß es noch am Mittwoch.

Wuttke verpasste Heynckes den Spitznamen "Osram"

Am Sonntag dann hörte das Herz des ehemaligen Schalkers auf zu schlagen. Mit 53 Jahren starb Wuttke im Krankenhaus, wie sei Sohn Benjamin der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bestätigte.

Bekannt wurde Wuttke vor allem durch seine raffinierten Schüsse und Pässe mit dem Außenrist - und Streitigkeiten mit seinen Trainern: Er war es, der Jupp Heynckes verpasste er einst den Spitznamen "Osram", weil der so schnell einen roten Kopf bekam.

Profi-Karriere startete auf Schalke

Der gebürtige Castrop-Rauxeler Wuttke spielte bis 1976 für die SG Castrop-Rauxel, bevor er seine Profikarriere beim FC Schalke 04 startete. Weitere Stationen waren Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV, Espanyol Barcelona und der 1. FC Saarbrücken.

Seine erfolgreichste Zeit hatte Wuttke von 1985 bis 1989 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Für den FCK machte er 112 Spiele und erzielte 32 Tore. Für die Nationalmannschaft war der Offensivspieler vier Mal im Einsatz. Mit der deutschen Olympia-Mannschaft holte er 1988 in Seoul Bronze.

Spielertrainer beim TuS Haltern

Nach seiner aktiven Zeit war Wuttke kurz Spielertrainer beim TuS Haltern. Ein Schicksalsschlag war seine Brustkrebs-Erkrankung im Jahr 2000. Nachdem er sie überstanden hatte, erklärte er derWestdeutschen Zeitung im Interview: "Ich musste mich mit dem Tod auseinandersetzen, ich hatte ihn vor Augen. Danach habe ich viele Dinge anders gesehen als vorher."

"Der 1. FC Kaiserslautern trauert um Wolfram Wuttke, der in der Nacht in einem Krankenhaus in Lünen verstarb. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Freunden", schrieb der FCK auf seiner Facebook-Seite. Bei den "Roten Teufeln" hatte er sich mit Trainer Gerd Roggensack zerstritten und war in der Spielzeit 1989/90 suspendiert worden.

"Außenrist bleibt unerreicht"

Wuttke galt lange als eines der größten Talente im deutschen Fußball. Vor allem seine Schusstechnik bleibt in Erinnerung.Ein Kaiserslautern-Fan kommentierte am Mittwoch, als der FCK Wuttke noch Genesungswünsche übermittelte: "Sein Außenrist bleibt wohl unerreicht auf dem Betzenberg."

Mit Material von dpa

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