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Es geht weiter

09.05.2008 | 19:03 Uhr

Arbeitsamtsleiter Dr. Michael Kohlmann trat aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand.Rückblick auf erfolgreiche zwei Jahrzehnte. Solidarfonds wird mit Partnern fortgesetzt"Castrop war mein Leben!", sagt Dr. Michael Kohlmann (54). ...

(die WAZ ist Schirmherrin)(siehe Bericht unten)An Höhepunkten reich ist die Geschichte des Solidarfonds. Ein Highlight war 2002 eine Scheckübergabe mit (v.r.) Dr. Kohlmann, Kanzler Schröder und Roland Kaiser. Foto: Gödde/HG

... Seit 1989 war er Chef des Arbeitsamtes. Zum Monatsbeginn trat er aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand. Warum Castrop nicht nur sein Leben war, sondern auch weiterhin sein wird, erklärte der "Doc" im Gespräch mit Jürgen Stahl. INTERVIEW DER WOCHE Viele Menschen in unserer Stadt haben sich in den vergangenen Monaten Sorgen gemacht. Das Wichtigste vorweg: Wie geht es Ihnen?

Dr. Kohlmann: Nach über vierwöchigem Klinikaufenthalt bin ich langsam auf dem Wege der Genesung. Seit meiner Erkrankung im Juni 2007 habe ich gerade aus Castrop-Rauxel viele liebe und aufmunternde Anrufe erhalten. Dafür herzlichen Dank!

Fast 20 Jahre waren Sie Kopf und Seele des heimischen Arbeitsamtes (heute Arbeitsagentur). Für Sie im Rückblick eine erfolgreiche Zeit?

Dr. Kohlmann: Auf jeden Fall. Besonders stolz bin ich auf die Projekte, die wir in Castrop-Rauxel als erste Dienststelle bundesweit eingeführt haben. Die Kindermal- und Spiel-ecke, die zentrale Kunden-Information am Eingang, das Info-Mobil zur Beratung vor Ort, das Bewerber-Center, die Existenzgründerseminare, das Service-Center für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Wir in Castrop waren die Pioniere. Die meisten Pilotprojekte wurden später in ganz Deutschland umgesetzt. Die Zusammenarbeit im Team war stets hervorragend, der Zusammenhalt in der Stadt toll. Castrop, das war mein Leben!

Als Ihr Lebenswerk gilt der Solidarfonds, den Sie 1989 mit unserer Zeitung gegründet haben und der bis heute gleichfalls einmalig ist.

Dr. Kohlmann: Mit unseren zahlreichen, auch hochkarätigen Partnern ist es gelungen, Arbeitslosigkeit als gesamtgesellschaftliche Herausforderung darzustellen. Es war eine herausragende Auszeichnung, im Hartz-Papier als erfolgreiches Projekt für mehr Beschäftigung gewürdigt zu werden. Wirtschaft, Gewerkschaft, Kirchen, Politik, Sport, Show und Medien . Der Solidarfonds zeigt beispielhaft auf, wie die "Profis der Nation" gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit agieren können. Wir haben ein Wir-Gefühl entfacht, das auch weiter tragen wird.

Soll heißen: Sie bleiben dem Solidarfonds verbunden?

Dr. Kohlmann: Selbstverständlich! Aus vollem Herzen! Immerhin war und ist die Hilfsaktion eine Privatinitiative. In den vergangenen Monaten haben meine Ehefrau Uschi und langjährige Partner und Freunde wie Christian Stratmann die Arbeit für den Fonds fortgeführt und zusätzliche Aufgaben übernommen. Mit dem Kicker-Turnier am 1. Juni im Olivo wird der Benefiz-Reigen neu beginnen. Weitere Veranstaltungen sind bereits terminiert . Ich freue mich sehr, dass die wichtige Hilfe, die der Solidarfonds leistet, in diesem Jahr dank zuverlässiger Partner wie Bürgermeister Beisenherz und Uwe Halbroth unvermindert weitergehen kann.

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