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Castrop-Rauxel

Erinnerung an 1967

20.06.2007 | 08:55 Uhr

Peter Leibold geht nach 40 Jahren in den Ruhestand. Franz-Hillebrand-Hauptschule verliert einen Mathematikund Sportlehrer, der sich auch für das Friedensdorf Oberhausen und die Fortbildung engagiert hat

CASTROPER KÖPFE Für Peter Leibold schließt sich der Kreis. Als er mit 25 Jahren erstmals als Lehrer vor eine Klasse trat, saß dort Elfrun Nestorenko. Das war 1967 in der Nikolaus-Groß-Schule, der heutigen Janusz-Korczak-Gesamtschule.

Jetzt besuchte Elfrun Noth, wie sie heute heißt, ihren ehemaligen Lehrer in der Franz-Hillebrand-Hauptschule wieder: Weil Peter Leibold gestern in den Ruhestand ging. Inzwischen unterrichtet er schon ihren Sohn Matthias aus der 9. Klasse, während sie für den Kiosk verantwortlich ist.

Vielleicht war Peter Leibold ihr Vorbild. Denn auch der beneidenswert drahtig wirkende 65-jährige Castroper hat sich Zeit seines Berufslebens neben dem Unterricht engagiert, besonders für das Friedensdorf in Oberhausen.

Es ist mittlerweile gute Tradition, dass die Ickerner Hauptschüler Pakete für die Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten packen. "Ich habe einmal das Friedensdorf gesehen und sofort gewusst, dass diesen Kindern geholfen werden muss", erinnert sich Peter Leibold ohne Pathos an die auch schon über 25 Jahre zurückliegenden Anfänge seiner Hilfsaktion.

Die mit seinem Ausscheiden aber nicht endet. "Die Schule setzt sie fort", freut sich der Neu-Rentner, der sich noch nicht ganz aufs Altenteil zurückzieht. Denn die Patenschaften für die Schüler aus dem Entlassjahrgang will er weiter unterstützen: "Ich gehe als Bindeglied da rein, denn ich kenne die Schüler ganz gut und weiß, wo ihre Probleme sind." Besonders bei der Suche nach Lehrstellen stehen die Paten hilfreich zur Seite.

Das macht Peter Leibold aber auch in sportlichen Fragen bei seinen Kollegen. Denn als "Moderator für örtliche Fortbildung" hält er seit 15 Jahren die im FC HauGruSo vereinten Sportlehrer auf Trab. Zur Aufklärung: Das sind die Lehrer von Haupt-, Grund- und Sonderschulen, die regelmäßig in der Barbara-Turnhalle in Ickern kicken. Und unter seiner Leitung zumindest auch noch in den nächsten Monaten.

Dass auch seiner Franz-Hillebrand-Hauptschule dagegen immer wieder mal der Abpfiff droht, weiß Peter Leibold natürlich: "Und ohne Ottilie Scholz gäbe es uns gar nicht mehr." Die Stadtdirektorin ließ einst die kleine Hauptschule neben der Gesamtschule bestehen. "Aber sie ist eine gute Schule und muss nur so weiter machen wie bisher. Und deshalb gehe ich mit einem guten Gefühl hier weg.""Ohne Ottilie Scholz gäbe es uns gar nicht mehr"

Von Rüdiger Hagenbucher

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