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Arbeitsmarkt

Entwicklung typisch für die Saison

29.07.2010 | 18:00 Uhr
Entwicklung typisch für die Saison

Castrop-Rauxel. Die Arbeitslosigkeit hat im zu Ende gehenden Monat Juli erneut leicht zugenommen. Die Zahl der Arbeitslosen kletterte um 171 Personen auf nunmehr 4 816.

Die Quote legte um 0,5 Prozent auf aktuell 12,7 Prozent zu. Im Vergleichsmonat des Vorjahres lag die Quote noch bei 12,5 Prozent. 3 710 der als arbeitslos Registrierten sind Hartz-IV-Empfänger und werden von der Vestischen Arbeit betreut, ein Plus von 102 oder 2,8 Prozent.

Als Gründe für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nennt Sylvia Dammann, Filialleiterin der Bundesagentur für Arbeit in der Europastadt, beendete Ausbildungen, sowohl schulischer wie beruflicher Art, Kündigungen zum Quartalsende und auch Betriebsferien bzw. die Ferienzeit: „Ist der Chef in Urlaub, wird auch nicht eingestellt“, so ihre Erfahrung. Insgesamt sei das eine „saisontypische Entwicklung“, bilanziert Dammann.

Negativ lief die Entwicklung auch bei den älteren Arbeitslosen, bei den ganz jungen und bei den Langzeitarbeitslosen: Die Gruppe der 55- bis 65-Jährigen weist eine Zunahme um 30 aus und bringt es auf eine Quote von 13,8 Prozent. Bei den unter 25-Jährigen gab es im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um 94, Gründe siehe oben. Und die Zahl der Langzeitarbeitslosen – ein Jahr oder länger ohne Beschäftigung – stieg in diesem Sommer kontinuierlich von 2 304 (Mai) auf 2 338 (Juni) und schließlich auf 2 358 in diesem Monat. Steigende Tendenz auch beim Anteil der Ausländer unter den Arbeitslosen, derzeit 30,5 Prozent.

Insgesamt meldeten sich im Monat Juli 775 Personen erstmals oder erneut als arbeitslos, 111 mehr als im Vorjahr und immer noch ein Plus von 90 Personen im Vergleich zum Juni in diesem Jahr. Dem gegenüber meldeten sich 615 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit ab – 230 davon in eine neue Erwerbstätigkeit, 264 in eine Aus- oder Weiterbildungsmaßnahme.

Auf der anderen Seite ging die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen von 139 (im Juni) auf 83 zurück. Der von der Arbeitsagentur geführte Bestand an unbesetzten Arbeitsplätzen blieb allerdings mit 283 (gegenüber 282 im Juni) nahezu konstant.

Für den nächsten (Ferien-)Monat August hofft Sylvia Dammann auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes, denn: „Dann müsste es im September eigentlich wieder nach oben gehen.“

Thomas Wrycza



Kommentare
31.07.2010
23:23
Entwicklung typisch für die Saison
von Otto Kaiser | #2

also etwa 12 Grad?

30.07.2010
14:30
Entwicklung typisch für die Saison
von meerprinzessinsursulapitschi | #1

Schuld an dem Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist das Wetter.
Die Temperaturen im Juni und Juli lagen in zweistelligen Bereichen.

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