Entwarnung für den Schulsport an Grundschulen

Die Grundschulen in Castrop-Rauxel können aufatmen: Der Sportunterricht kann wie gewohnt stattfinden. Eine neue Verordnung in NRW sollte eigentlich strenger regeln, welche Lehrer Sport unterrichten dürfen - was viele Schulen vor große Probleme gestellt hätte. Doch jetzt hat das Schulministerium ein klares Wort gesprochen.

Castrop-rauxel.. Lehrer und Lehrerinnen, die bereits Sport unterrichten und sich darin bewährt haben, dürfen das auch weiterhin tun. Das sagteein Sprecher des NRW-Schulministeriums auf Anfrage unserer Redaktion."Nur wer neu einsteigt, soll an Qualifikationen teilnehmen", so der Sprecher.

Für die Grundschulen in Castrop-Rauxel heißt das konkret: Der Sportunterricht kann weiter wie gewohnt stattfinden.Somit wären die Irritationen um den Erlass zur "Sicherheitsförderung im Schulsport" vom 1. Dezember 2014 ausgeräumt, der von Lehrern erstmals bestimmte Qualifikationen verlangt.

Zum Jahresbeginn fiel Sportunterricht aus

Katharina Overkott, Schulleiterin der St. Elisabeth-Grundschule in Obercastrop, erklärte dazu erleichtert: "Wären ausgebildete Sportlehrer Pflicht, wäre der Sportunterricht in Grundschulen zusammengebrochen. Wir haben zwei, maximal drei studierte Sportlehrer. Alle anderen hätten eine Fortbildung machen müssen, die sie alle 14 Tage aus dem Unterricht gerissen hätte."

Nachdem der Ministeriums-Erlass bekannt wurde, fiel in ganz Nordrhein-Westfalenzum Jahresbeginn Sportunterricht an Schulenaus. Allgemein machte man sich große Sorgen um die Zukunft des Schulsports an den Grundschulen. "Sollte der Erlass von heute auf morgen so umgesetzt werden, würde bei uns der Sportunterricht erst einmal komplett wegfallen", fürchtete Ende Januar zum Beispiel Dieter Gill, Leiter der Erich-Kästner-Schule in Habinghorst.

Infolge der Berichterstattung in den Medien verschickte das NRW-Schulministerium eine Rundmail an alle Grundschulen. "Wir haben betont, dass Kolleginnen und Kollegen, die schon lange Sport unterrichten, das weiterhin tun können", erklärte Sprecherin Barbara Löcherbach.

Sportangebotdes offenen Ganztags gesichert

Wenig überrascht von dieser Klarstellung, zeigte sich Katharina Overkott: "Wir sollen bewegungsfreudige Schulen sein. Wenn also Kolleginnen oder Kollegen sagen, dass sie sich den Sportunterricht in der Grundschule zutrauen, dann machen sie ihn auch." Eine Ausnahme sei der Schwimmunterricht, bei der eine Fähigkeit zur Notrettung in Form einer Lizenz nachgewiesen werden müsse.

Zudem sein auch das Sportangebot des offenen Ganztags an den Grundschulen in Castrop-Rauxel gesichert. Das bestätigteStadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage unserer Redaktion: "Den leiten städtische Angestellte, die die geforderten Qualifikationen bereits besitzen."