Entsetzen nach Kopfstoß-Attacke auf Politesse
14.01.2011 | 17:46 Uhr 2011-01-14T17:46:00+0100
Castrop-Rauxel.Es herrscht Entsetzen in der Stadtverwaltung nach dem Angriff auf eine Politesse. Ein 58-Jähriger hatte der Frau mit einem Kopfstoß die Nase gebrochen. Wir fragen nach beim Leiter des Bereichs Ordnungswesen, Manfred Koert.
Der Bereich Ordnungswesen wird von Manfred Koert (63) seit mehr als acht Jahren geleitet. Zum Aufgabenbereich gehört auch der Einsatz der Politessen, und damit die Überwachung des ruhenden Verkehrs. Zur Zeit sind acht Halbtagskräfte in der Stadt unterwegs, um an Falschparker die sogenannten Knöllchen zu verteilen und wenn nötig auch das Abschleppen eines Fahrzeuges zu veranlassen. Mit Manfred Koert sprach Gerhard Römhild.
Frage: Vorab, wie geht es der äußerst übel zugerichteten Politesse?
Manfred Koert: Wie es einem mit gebrochenem Nasenbein so geht. Besonders gehbehindert ist sie durch die starke Schwellung des Fußgelenks, das natürlich jetzt gekühlt und hoch gelagert werden muss.
Das couragierte Eingreifen der Passanten hat Schlimmeres verhindert?
Ja, der Täter war im Begriff, die am Boden liegende Frau zu treten, nachdem er sie zuvor geschlagen und an den Haaren gezogen hat. Wir sind sehr dankbar, dass die Passanten nicht weggeguckt haben und beherzt eingriffen.
Die Tat erscheint geradezu ungeheuerlich. Wie waren die Reaktionen der Kollegen in der Stadtverwaltung?
Die Kolleginnen und Kollegen im Bereich Ordnungswesen waren völlig konsterniert. So etwas hat es bisher noch nicht gegeben. Bürgermeister Johannes Beisenherz und Beigeordneter Michael Eckhardt haben sich nach dem Gesundheitszustand erkundigt und Genesungswünsche ausgesprochen. Die übrigen Politessen sind natürlich sehr verängstigt. Anfang der kommenden Woche werden wir uns über eine mögliche Arbeitseinsatzänderung unterhalten. Die könnte beispielsweise so aussehen, dass vorübergehend unsere Politessen als Team draußen auftreten, also zu zweit unterwegs sind.
Ist die brutale Attacke die Spitze des Eisbergs?
Ich hoffe und wünsche mir, dass dieser körperliche Angriff eine einmalige Ausnahme war. Zumindest in der Zeit, in der ich hier tätig bin, ist so etwas noch nicht vor gekommen.
Diskussionen beim Knöllchenschreiben gab es immer. Haben die daraus oftmals resultierenden Beschimpfungen zugenommen? Wie heftig sind die?
Beschimpfungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Politessen sind sicherlich nicht überempfindlich. Wenn die Beschimpfungen jedoch unter die Gürtellinie gehen, dann werden von hier auch Strafanzeigen wegen Beleidigung geschrieben.
Was war passiert? Am Mittwoch überprüfte eine Politesse - übrigens eine zierliche Person - ein Auto, dass auf einem der Behindertenparkplätze vor Real an der Siemensstraße parkte. Als sie die herankommende Fahrzeughalterin ansprechen wollte, griff deren Begleiter sie unvermittelt an. Mit einem Kopfstoß brach er ihr die Nase und riss sie an den Haaren zu Boden. Zwei couragierte Passantinnen kamen zu Hilfe und verhindertes Schlimmeres. Bei Untersuchungen des Opfers im Krankenhaus wurde neben dem Nasenbruch noch eine Verletzung am Fußgelenk festgestellt. Gegen den Täter wurde umgehend Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet.
Landen manche Auseinandersetzungen vor Gericht?
Ja, aber Gott sei Dank auch nur in wenigen Fällen. Im übrigen muss man auch mal die Verhältnismäßigkeit bettrachten. In den meisten Fällen geht es um fünf oder zehn Euro. Da verstehe ich nicht, wie man sich wegen solcher Kleinigkeiten so aufregen kann. Wer Parksünder ist und erwischt wurde, sollte die Sache einfach sportlich nehmen.
Was geben Sie den Politessen an Tipps und Rat mit auf den täglichen Weg, um in solchen Situationen bestehen zu können?
Die Politessen werden nicht nur im Straßenverkehrsrecht geschult. Sie nehmen auch an Fortbildungsmaßnahmen teil, wie z.B. am Deeskalationstraining, um Konfrontationen ruhig und besonnen begegnen zu können. Darüber hinaus finden regelmäßig Teambesprechungen statt, um besondere Situationen und Verhaltensregeln zu erörtern.
Wie gehen Ihre Politessen mit der rauen Wirklichkeit draußen um?
Ich bewundere immer wieder meine Kolleginnen, wie gelassen sie mit aufgebrachten „Verkehrssündern“ umgehen.
09:12
unglaublich welche kommentare man hier lesen kann
regeln sind nun mal da und die sollte man auch einhalten. jeder der raucht weiß auch das er lungenkrebs bekommen kann.und wer falsch parkt weiß auch das man ein ticket kriegen kann
12:22
bin im besitz des scheines,mache aber keinen gebrauch davon ,weil mir diese paar meter ,wie jedem anderen, gut tun.die meisten scheine sind nur aus reiner faulheit ausgeteilt und es anderen zu zeigen wie mächtig man ist.wann wer wo schreibt ist doch jedem selbst uberlassen.danke ,aber ich habe 43 jahre gearbeitet und genieße jetzt meine rente.ich stehe öfters am real und beobachte die behindertenplätze.es kommen die blauschilder angefahren ,die mamma geht schon mal richtung markt der schwerstbehinderte rennt zum wagen depot holt einen herraus und rennt mamma hinterher.keine spur von gebehinderung.zu politessen ,ich bin der meinung das sie sein müssen,aber wie sie mit den bürgern umgehen sollten ist die frage.herr karl kennen sie den spruch mit dem wald.habe gestern erfahren wer sie war,genau wen ich vermutet hatte.recht geb ich ihnen das gewalt ******* ist in jeglicher art aber provozieren ist auch nicht gut.
11:09
Tja Herr Fummelmann,
vielen Dank auch für Ihren psychologischen Analyseversuch. So etwas kann schnell mal daneben gehen, besonders dann, wenn man seinen Senf hier unter dem Deckmantel der Anonymität mit einem Pseudonym veröffentlicht. Diese Nicks drücken recht häufig unerfüllte Wünsche aus - ist das bei Ihnen so?
Aber bleiben wir doch lieber bei der Sache.
Und da dürfen Sie mir gerne erklären, woher Ihr Wissen über das stellenweise provozierende, arrogante, oberlehrerhafte und manchmal auch freche Verhalten einiger dieser Damen stammt.
Sie werden doch nicht etwa einer Politesse einen triftigen Grund geliefert haben, so mit Ihnen umzuspringen? Wie war das noch gleich mit dem Wald und dem Rufen?
Übrigens - in Ihrem Schrank des Denkens fehlt eine Schublade ;-)
Glauben Sie mir, es soll Leute geben, die nachts aktiv sind und trotzdem nichts Unrechtes tun. Vielen Dank also für Ihre (unnötige) Fürsorge mir gegenüber, aber ich bin schon ein großer Junge und kann auf mich selbst aufpassen ;-)
Was halten Sie, Pedro Fummelmann, eigentlich von dem Gedanken, die Politessen mit Digitalkameras auszustatten und Verkehrs- bzw. Parksünder fotografisch festzuhalten á la google Streetview? Das würde doch jegliche Konfrontation mit der Öffentlichkeit vermeiden und das Erfassen der Sünder vor Ort erheblich rationalisieren. Der Auftritt in Zweierteams könnte vermieden werden.
Die Knöllchen könnten dann im warmen Büro bei einer Tasse Kaffee geschrieben werden und sollte wirklich jemand protestieren, wird ihm gegen ein kleines Entgelt von, sagen wir mal 5,-€, ein Fotoausdruck seines Verstoßes zugestellt. Nicht benötigte Fotos verkauft die Stadt noch gewinnbringend an Sendeformate wie Die dümmsten Autofahrer
Das wäre wirklich eine ausgezeichnete Deeskalationsmaßnahme. Ob ich das den Herrschaften vom Ordnungsamt mal schmackhaft mache?
Oops, ich schreibe schon wieder so viel - aber wenn´s mal läuft ;-)
Jetzt ist aber Schluß - versprochen.
09:29
Ach Juergen-Kahl, wissen Sie... Sie scheinen ein Mensch zu sein, der außer Schwarz und Weiß keine anderen Farben kennt - oder einer, der sich selbst gerne reden hört oder (wie in diesem Falle) gerne schreiben sieht. Es ist mir zu müßig, Ihnen die Welt jetzt an dieser Stelle zu erklären. Sie müssen mir hier nicht so dümmlich mit der STVO und irgendwelchen Unterstellungen kommen. Lesen Sie meinen Beitrag noch einmal mal richtig und in Ruhe (falls Sie das können), vielleicht kommen Sie von selbst auf die Quintessenz, die man daraus ziehen kann. Vielleicht war es aber heute Nacht, als Sie Ihren Beitrag gepostet haben, auch einfach nur viel zu spät... (haben Sie eigentlich keinen Job, dass Sie um dieser Zeit noch im Netz rumturnen können?)
01:15
Zunächst ein paar Worte an die betroffene Politesse:
Ich bin zutiefst erschüttert, welche Gewalt Ihnen in Ausübung Ihres Dienstes angetan wurde.
Auch die hier vielfach herabwürdigenden und beleidigenden Kommentare einiger Mitschreiber geben höchstens die Meinung einer Minderheit wieder, die man keinesfalls zulassen darf.
Es ist nicht genug, Ihnen eine recht baldige Genesung zu wünschen und dem Übeltäter einen Richter, der dieses erbärmliche Verhalten mit einem schnellen und harten Urteil zu würdigen weiß.
Ich glaube, es ist an der Zeit, ein deutliches Zeichen gegen diese sinnlose Gewalt und die Beleidigungen zu setzen.
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Also, das ist ja mal eine Diskussion.
Man bekommt den Eindruck, als hätte die Dame den Zusammenprall selbst zu verantworten.
Ist es nicht eher so, dass Politessen nur dann tätig werden, wenn sich der Führer eines Kraftfahrzeugs ordnungswidrig verhält, indem er sein Fahrzeug beispielsweise auf einem Behindertenparkplatz oder im Halteverbot parkt?
Das bedeutet, dass derjenige, der die Regeln der STVO einhält, gar nicht in Kontakt mit einer Politesse kommt oder anders herum, wenn sich alle Kfz-Führer regelgerecht verhalten würden, es keine Existenzberechtigung für Politessen geben würde.
Es können sich also hier nur diejenigen negativ über Politessen auslassen, die es mit gesetzlichen Regelungen und Vorschriften nicht so genau nehmen und gerade deswegen mit dem verlängerten Arm des Gesetzes in Konflikt geraten sind.
Nun, wer seinen Wagen unberechtigt auf einem ausgewiesenen Behindertenparkplatz abstellt und dann noch meint, ungerecht behandelt zu werden, wenn er zur Kasse gebeten wird, muss kein weiteres Zeugnis über seine sonstigen charakterlichen Eigenschaften abgeben. Da ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Politessen bei Begegnungen mit der betroffenen (insbesondere der männlichen) Bürgerschaft mit äußerstem Misstrauen agieren.
Wenn hier jemand meint, die 10 Behindertenparkplätze am real seien zu viel, weil nie komplett belegt, hat doch bestimmt schon mit den Verantwortlichen der Stadt (z.B. Bürgerbeauftragter, Bürgermeister oder Leiter des Ordnungsamtes) Kontakt aufgenommen - gibt´s da schon ein Ergebnis?
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@62 oldman60
und
@63 Pedro Fummelmann
Da Sie beide sich so besonders hervortun und sich über das angeblich schlechte Benehmen der städtischen Politessen auslassen, stellt sich doch gleich die Frage, ob Sie ebenfalls zu der Sorte Autofahrer gehören, denen die anderen Verkehrsteilnehmer und die STVO
(Straßenverkehrsordnung - da steht z.B. drin, wer auf Behindertenparkplätzen parken und wie schnell man innerhalb geschlossener Ortschaften fahren darf) Wurscht sind, sich ohne Skrupel häufiger ins Halteverbot stellen, weil da grade Platz ist und genau deshalb so tolle Negativerfahrungsmärchen hier abliefern können.
Wenn dem so ist, dann wünsche ich mir, dass Ihnen beiden bei Ihrem nächsten Parkverstoß nicht nur ein ordentliches Knöllchen hinter den Scheibenwischer geklemmt wird, sondern Ihnen die Politesse auch gleich noch die Verkehrserziehung von Eva Kesseler im übertragenen Sinne um die Ohren haut und den “Knigge“ gleich noch hinterher.
Falls ich mich jetzt irren sollte, schlage ich vor, wir treffen uns mit der Politesse an ihrem ersten Arbeitstag und gehen gemeinsam ihre tägliche Route ab - Sie um zu erkennen, wie hart und beschwerlich der Umgang mit notorischen Parkverbotsignoranten aus Sicht einer Politesse sein kann - und ich für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander im Stadtgebiet.
Vielleicht erkennt dann auch dieser erbärmliche Parkplatzverteidiger, dass mit Kopfarbeit landläufig etwas anderes als sein Handeln gemeint ist – kann ja schließlich nicht nur Vakuum im Oberstübchen herrschen.
Also, wollen wir drei das gemeinsam anpacken für ein friedliches und freundliches Castrop-Rauxel?
21:15
Ich frage mich, wieso die Politessen hier jetzt wie die Helden des Alltags gefeiert werden. Es ist natürlich nicht zu tolerieren, dass hier körperliche Gewalt angewandt wurde, aber das stellenweise provozierende, arrogante, oberlehrerhafte und manchmal auch freche Verhalten einiger dieser Damen ist sicher nicht ganz unschuldig daran, dass sowas passiert ist. Wenn ich mich mit so einem Auftreten einem - sagen wir mal - minderbemittelten Zeitgenossen nähere, ihn damit auch noch provoziere, passiert sowas nun mal. Von Anstand, guter Erziehung oder gar der Kunst des Nachdenkens sind doch viele unserer Mitmenschen inzwischen so weit entfernt wie die Erde vom Mond...
11:01
danke ,aber es hat mit anteilname nichts zu tun sondern wie sich manche politessen benehmen.ich heiße den gewaltakt auch nicht für gut und verurteile ihn aber wie man in den wald herrein ruft schallt es zurück.wir haben auf der langestr zwei politessen ,eine dunkelhaarigen dame die wenn man sie auf auf den eigenen fehler anspricht sehr höflich aber bestimmt die sache erklährt.in keinster weise arogant oder herrablassend.mann sagt ohne groll sie hatt recht.eine blonde dagegen, die auf krawall gebürstet ist und ihn jederseitz sucht, sagt jeder die würd ich gerne mal im dunkeln erwischen.so entstehen hassgebilde die irgentwann platzen.
21:43
Manche Kommentare sind nicht zu verstehen. Gebt Ihr jetzt dem Mann recht? Alle Regeln weg und dann gilt das Faustrecht? Dann habt ihr John Wayne wohl falsch verstanden?
Wenn man Fehler macht und erwischt wird, sollte man zu diesem Fehler stehen. Das wäre eher männlich, als loszuprügeln.
Meiner Meinung nach sollte diesem Mann der Führerschein für lange Zeit entzogen werden. Der Name und seine Anschrift sollte in den Medien genannt werden.(Könnte den nächsten Menschen vielleicht von solch einer Tat abhalten und mehr.) Dann kann man nicht ausversehen vor seiner Wohnung parken. Den Parkplatz hält er sicherlich durch eine starke Hand frei.
Der Politesse gute Besserung und hoffentlich findet sie und ihre Kolleginnen das dadurch verlorene Selbstvertrauen wieder. Auch an die Familien der Politessen sollte man in dieser Zeit einmal denken. Ständige Angst wird sie nun alle begleiten.
In nächster Zeit sollten die Politessen in Doppelstreife ausrücken. Bezahlen müssen das natürlich wir Steuerzahler. Aber das hielt ich mal für eine sinnige Ausgabe.
Bin gespannt, wie der hoffentlich schnell eingeleitete Prozeß ausgehen wird. Ich mag aber nicht in Wirklichkeit daran denken. Vermutlich zahlt er einen Betrag an eine Sozialstation und geht grinsend nach Hause. Der Richter wird den Zeigefinger gegen die Politesse erheben und ihr sagen, sie solle sich demnächst erst einmal überlegen, wie sie vorgehen wolle.
18:23
es ist überhaupt nicht egal, welche Erfahrung der Eine oder Andere gemacht hat. In solch einem Forum werden immer Beispiele genannt und wenn ein Forumsschreiber schlechte Erfahrungen gemacht hat, gehört das auch hier rein.
Das Nase wird heilen,oldmans Seelenschmerz ganz sicher nicht.
14:28
@ Oldman60
Bei aller Anteilnahme für Sie und Ihre Frau, aber der Fall hier in Habinghorst hat recht wenig damit zu tun. und ist durch nichts(!) entschuldbar.