Einladung an Münchens OB nach Fauxpas
30.07.2010 | 15:45 Uhr 2010-07-30T15:45:00+0200
Castrop-Rauxel/München. Bürgermeister Johannes Beisenherz hat Münchens OB Ude zu einem Besuch in Castrop-Rauxel eingeladen, nachdem der Bayer sich zuvor nicht gerade freundlich über die Ruhrgebietsstadt geäußert hatte.
„Als Castrop-Rauxeler ist man es schon fast gewohnt, wenn der eigene Stadtname durch den Kakao gezogen wird. Denn über den Namen Castrop-Rauxel rümpft nur jemand die Nase, der die Stadt Castrop-Rauxel nicht kennt“ heißt es aus dem städtischen Presseamt. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude ist der nächste, der sich einen Fauxpas leistete: Der gebürtige Castrop-Rauxeler Dr. Wilhelm A. Eickstädt wies Bürgermeister Johannes Beisenherz (SPD) darauf hin, dass Ude sich in einer Münchener Zeitung nicht gerade freundlich über Castrop-Rauxel geäußert hat. Im Zusammenhang mit einem architektonisch umstrittenen Bauprojekt wird der OB zitiert: „Ist das in Castrop-Rauxel . . .“
Bürgermeister Johannes Beisenherz schrieb jetzt seinem Amtskollegen in der bayerischen Landeshauptstadt eine Einladung, damit bei einem Besuch Vorurteile ausgeräumt werden können. Er wisse, dass „der Name Castrop-Rauxel in fremden Ohren etwas merkwürdig klingt und zu vielfältigen Witzen reizt“. Doch dürfe das nicht dazu verleiten, eine „schöne Ruhrgebietsstadt als Beispiel für städtebaulichen Murks“ zu erwähnen. „Gerade im Jahr der Kulturhauptstadt stünde es einem Bayern gut an, lang gepflegte Vorurteile über das Ruhrgebiet endgültig zu revidieren“, so Beisenherz: „Es ist nicht das erste Mal, dass Politiker oder Schauspieler sich öffentlich über Castrop-Rauxel äußern, ohne jemals hier gewesen zu sein. Und es wäre nicht das erste Mal, wenn diejenigen dann vor Ort zu einem ganz anderen, positiven Urteil kommen.“
20:52
Gute Aktion vom Beisenherz! Weiter so!
23:49
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.