Einfallsreiche Sprüher: Graffiti mitten im Grutholz

Ein Spaziergang durch das Grutholz zwischen Rauxel und Deininghausen - und was schwebt da zwischen den Bäumen? Zwei bunte Graffiti. Mitten im Wald. Wie das geht, warum es kein Vandalismus ist und warum die Stadt die Aktion trotzdem nicht so toll findet, erklären wir hier.

Castrop-rauxel.. Da war unsere Leserin Marianne Scheer baff, als sie am Dienstag durch das Grutholz spazierte: Mitten im Wald prangten zwei bunte Graffiti.

Dabei handelt es sich nicht um Vandalismus, denn die unbekannten Sprayer haben die Bäume bei ihrer Aktion nicht beschädigt. Die Graffiti prangen vielmehr auf einer transparenten Folie, die man im Internet bei Graffitibedarf-Händlern bestellen kann.

Stadt wird die Folie entfernen

Unterschrieben waren die Bilder von "der Waldschrat". Weil wir uns gerne mit dem Urheber der bunten Schriftzüge über die Aktion unterhalten hätten, baten wir die Nutzer der Facebook-Gruppe "Du bist Castroper, wenn..." um Hinweise. Die Graffiti-Aktion kam bei den Usern gut an: "Kunst, ohne zu beschädigen", so war der überwiegende Tenor, den unsere Frage auslöste.

Nicht ganz so begeistert reagierte die Stadt auf Nachfrage der Redaktion. Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi kündigte am Mittwoch an, dass die Transparente entfernt würden. Es handele sich um eine "Besitzstörung", die man allerdings nicht ahnden werde. "Grundsätzlich stehen wir Kunstaktionen im Wald offen und positiv gegenüber. Dann aber bitte in Absprache mit dem Bereich Grünflächen- und Friedhofswesen der städtischen Verwaltung."

Bitte melde dich!
Wenn Sie hinter der Kunst-Aktion stecken oder vielleicht wissen, wer Urheber ist, dann melden Sie sich bitte bei uns. Entweder per Mail an lokalredaktion.castrop@mdhl.de oder per privater Nachricht an unser Facebook-Profil.