Eine Welt, die zusammenhält
14.02.2010 | 16:59 Uhr 2010-02-14T16:59:00+0100
Wäre die Gitarre des Häuptlings namens Frank Bernhardt gestern dabei gewesen, hätte sie den Kostümwettbewerb möglicherweise gewonnen, immerhin ist sie nicht nur an Karneval, sondern das ganze Jahr über als Karotte verkleidet.
„Sie ist eben orange”, erklärte Frank Bernhardt gestern kurz vor seinem Auftritt beim Kinderkarneval im Parkbad Süd. „Ich habe sie heute allerdings nicht mit, sondern nur die ganz normale Gitarre.” Die Kinder störte das nicht, sie hatten auch ohne das als Karotte verkleidete Instrument großen Spaß.
In ihren bunten Kostümen stiefelten die Steppkes am Nachmittag ins Parkbad, bunt kostümiert, versteht sich. Da waren Cowboys, kleine Feen mit Flügeln, ein Punker, ein Marienkäfer, ein Esel, ein Elefant, ein Pferd, viele Zauberer oder auch ein Harlekin. Besonders stark vertreten aber war eine junge Dame mit rotem Haar zu zwei abstehenden Zöpfen: Pippi Langstrumpf.
Eine wirklich bunte Gesellschaft, die gemeinsam mit dem Kinderliedermacher Frank Bernhardt sang, tanzte und viel Freude hatte. Es sei allerdings keine konventionelle Karnevalsfeier, so Bernhardt. „Natürlich sind die Kinder verkleidet und wir starten auch eine Polonaise, aber wir singen jetzt nicht die typischen Karnevalslieder”, betonte der Musiker, dessen Konzept bei den Jüngsten und auch bei deren erwachsenen Begleitern großen Anklang fand.
Ganz gespannt setzten sich die Kleinen vor den großen Häuptling. „Na, ihr seid ja toll verkleidet", begrüßte Bernhardt die Feen, Zauberer und Clowns. „Wir machen heute ganz viel Musik und tanzen”, kündigte der Liedermacher schließlich an - und dann ging es auch schon los.
„Wir wünschen uns eine Welt, in der jeder zusammenhält”, sangen sie gemeinsam und tanzten munter dazu. „Bei einer richtigen Party muss einfach getanzt werden”, so Frank Bernhardt zu seinem jungen Publikum, das ihm da uneingeschränkt zustimmte.
Begeistert machten die Steppkes bei jedem Lied mit und bemerkten dabei gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Plötzlich war er nämlich da, der Moment der Kostümprämierung. Drei Kinder mit den schönsten Verkleidungen bekamen einen kleinen Preis. Aber ganz klar: Das schönste Kostüm gab es gar nicht, denn schön waren sie alle, und alle hätten einen Preis verdient gehabt.
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