Eine Gala auch gegen Diskriminierung
29.11.2009 | 16:30 Uhr 2009-11-29T16:30:00+0100
Vor zehn Jahren begab sich Rita Obst mutig auf den Weg zu mehr Toleranz. Sie war es, die die Aktion „Tanz unterm Regenbogen” ins Leben rief - anfangs noch eine Veranstaltung in einem kleinen Rahmen, avancierte sie in den letzten zehn Jahren zunehmend zu einer Gala der Superlative.
Und so sollte auch die Jubiläumsshow am Samstagabend in der Europahalle wieder ein richtiger Knaller werden: ausverkauft, über 1 000 Gäste, ein mehrstündiges Programm sowie zahlreiche Stars und Sternchen auf der großen Bühne. Kurzum – eine bunte, unterhaltsame Nacht erwartete die Besucher der Aids-Gala, bei der der ernste Hintergrund keinen Moment lang zu weit in den Hintergrund geriet. Die Themen HIV, Aids, Verhütung und Toleranz waren trotz aller Ausgelassenheit stets präsent.
„Wir sind hier nun zum fünften Mal mit dabei”, erklärte die Geschäftsführerin des Dortmunder Vereins zur Bekämpfung von Aids, Anne Lanfermann: „Für uns ist diese Veranstaltung sehr wichtig, es gibt in der Umgebung auch kaum eine vergleichbare.”
Wichtig insofern, als dass der Verein vor Ort aufklären könne. „Wir wollen auf Aids-Prävention aufmerksam und bewusst machen, dass man es hier ja im Gegenteil zu anderen Erkrankungen selbst in der Hand hat”, betonte Anne Lanfermann. Wichtig sei die Teilnahme natürlich auch der Spenden wegen. Lanfermann: „Die bekommen wir ja gemeinsam mit der Rosa Strippe Bochum.”
„Zehn Jahre Aids-Gala heißt zehn Jahre Aufklärung”, würdigte auch Bürgermeister und Schirmherr Johannes Beisenherz das Engagement der Organisatoren Rita Obst, Stefan Bärens und Liane Handschuh. Zehn Jahre Aids-Gala bedeute zehn Jahre Hilfe für die Erkrankten. „Zehn Jahre Aids-Gala heißt auch zehn Jahre Kampf gegen die Diskrimierung von Homosexuellen”, fuhr Beisenherz fort. Und, so der Bürgermeister weiter, zehn Jahre Gala heiße natürlich auch zehn Jahre tolles Programm.
Eine bunt leuchtende Werbung geradezu - so wie das Geschehen auf der Bühne. Das ungleiche Moderatoren-Duo Tina Trump und Christian Beisenherz führten durch den ersten Teil des Programms. Carlos Fassanelli schaffte es mit seinem Gesang, die ersten Pärchen auf die Tanzfläche zu locken. Ähnlich schwungvoll setzte sich die Show mit den Musical-Darbietungen des Rainbow-Projects fort und es sollten noch viele weitere tolle Programmpunkte folgen: Chris Andrews, Jörg Dussa, Günna, die Pink Poms, Matthias Carras, Flip und viele mehr. Ende offen.
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