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Eine Bootschaft gegen Krebs

31.07.2012 | 19:19 Uhr
Eine Bootschaft gegen Krebs
Rudern gegen Krebs: Stefan Grünewald-Fischer („Leben mit Krebs“), Birgit Stahnke (Prosper-Hospital), Stefan Teschlade (Vorsitzender der Ruderabteilung).

Castrop-Rauxel. Die Entscheidung fiel zwischen Berlin und Castrop-Rauxel. Alexanderplatz gegen Münsterplatz, Hauptstadt gegen Europastadt, Spree gegen Rhein-Herne-Kanal. Die Nase vorn hatte am Ende Castrop-Rauxel, genauer, der Ruderverein Rauxel (RVR).

Er hatte sich als Austragungsstätte des bundesweit größten Breitensport-Charity-Events „Rudern gegen Krebs“ beworben. Dieses wird seit 2005 von der Stiftung „Leben mit Krebs organisiert, findet in elf Städten und in diesem Jahr, am 29. September, auch in Castrop-Rauxel.

Wortwörtlich mit im Boot sitzt das Recklinghäuser Prosper-Hospital. „Dank der Kooperation konnten wir uns gegen Berlin durchsetzen“, sagt RVR-Vorsitzender Stefan Teschlade, „die Berliner haben nämlich keinen Partner gefunden.“

Stolz schwingt in seiner Stimme mit. Stolz kann er auch sein, immerhin ist sein Verein der erste Ausrichter im gesamten Ruhrgebiet. „Es gab zwar schon einmal eine Regatta in Köln – aber das ist halt kein Ruhrgebiet“, betont RVR-Sprecherin Inga Döhring.

Mitglieder helfen ehrenamtlich

Initiiert hat die Bewerbung Dr. Jens Jakschik. Er ist Chirurg am Prosper-Hospital und seit vielen Jahren Mitglied im Rauxeler Ruderverein. „Er hat uns schon vor einigen Jahren auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht“, erklärt Döhring. Durch seine Kontakte kam schließlich die notwendige Kooperation zustande.

Genug Erfahrung mit solchen Großveranstaltungen – „wir erwarten um die 60 teilnehmende Boote“ – hat der RVR bereits. Seit fünf Jahren richten sie jährlich einen Rudertag aus, bei dem Firmenteams in Wettbewerben bei einer Regatta mit buntem Rahmenprogramm antreten. „Durch die Aktion gewinnen wir immer wieder neue Mitglieder“, erzählt Teschlade.

„Rudern gegen Krebs“ ersetzt die Veranstaltung in diesem Jahr. „Zur Betreuung der Teams aktivieren wir 70 ehrenamtliche Mitglieder, das schaffen wir nicht zweimal im Jahr“, sagt Teschlade. „Bei zu großer Nachfrage bekommen wir aber Unterstützung vom Dattelner Ruderverein“, ergänzt Döhring.

Die Teams treten in Vierer-Booten mit Steuermann auf einer 350 Meter langen Strecke an. Neben Wettbewerben für Männer und Frauen soll es auch einen Klinik-Cup geben geben.

Neben dem Rudern geht es aber erstmalig auch um Wohltätigkeit. Die Teilnahme pro Boot kostet 250 Euro, 200 davon gehen an Krebsprojekte des Prosper-Hospitals, 50 Euro gehen an die Organisatoren. „Unser Anteil kommt wieder der Jugendarbeit zugute“, sagt Döhring.

Einige Teams aus den Vorjahren, darunter die CDU- und SPD-Fraktion, aber auch die Firma Elektro Schrammen, haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Durch den Bekanntheitsgrad von „Rudern gegen Krebs“ gebe es aber auch schon Zusagen aus anderen Städten.

Moderiert wird die Veranstaltung, die von morgens bis nachmittags gehen soll, von Yorck Polus. Derzeit ist er als TV-Sportreporter in London. Am Dorney Lake in Eton erlebt der Castrop-Rauxeler die Stimmung der Olympia-Ruderer.

Melanie Meyer

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2012-07-31 19:19
Castrop-Rauxel