Ein Spektakel zur Eröffnung

Recklinghausen..  Es ist der großartige Startschuss für ein großartiges Festival. Wenn das Kulturvolksfest am 1. Mai die Ruhrfestspielsaison eröffnet, pilgern traditionell rund 100 000 Menschen zu Recklinghausens grünem Hügel. Und genauso bunt, vielfältig und abwechslungsreich wie das gesamte Festival ist auch das Programm an diesem Tag. Ein familienfreundlicher Mix mit kulturellen Leckerbissen für jeden Geschmack.

Im Theaterzelt erwartet der herrliche Clown Peter Shub kleine und große Gäste. Eine echte „Lachtherapie“ ist angesagt, wenn er von einer Leine gezogen wird, an der gar kein Hund ist. Aber auch die Blockflöten-Meister von Flautando Köln oder Comedian Sabine Wiegand locken hierhin.

Im Großen Haus dagegen wird der menschenREchtechor erwartet. Axel Chr. Schullz hat etliche der Artikel der Menschenrechtscharta poppig-groovend vertont. Ein Chor von mehr als 100 Menschen aus Recklinghausen und Umgebung singt diese Songs nun.

Im Raum Zeppelin wiederum gibt es jede Menge Poetry Slam. Mal mit Sulaiman Masomi, dem NRW-Landesmeister und Gründer der Lyriker Lounge, mal mit der „Herz-Terroristin“ Lütfiye Güzel. Dazwischen agiert Thomas Hecking mit musizierenden Figuren und Unwesen, die von maximal 12 Volt leben. Ein absurd-aberwitziges Bühnenspektakel.

Im Kleinen Theater warten das Jugendsinfonieorchester, die Neue Philharmonie Westfalen und die Mini-Sinfos. Sie sorgen für feinstes Entertainment und erstklassige Melodien zwischen Bernstein, Vivaldi, Lloyd Webber und Vangelis. Auch dabei: das Akko Orchestra.

Im Fringe-Zelt gibt es derweil „American Dance“, Improvisationstheater mit der Truppe Emscherblut, die ARTiX-Show vom Kreativzentrum Vest und einen Auftritt von „Tangetto maevo“.

Genre-Mix auf der Musikbühne

Die Hirschwiese wird von den neun Musikern der Compagnie Zic Zazou bevölkert, gefolgt von dem Zirkus-Musik-Mix der belgischen Gruppe „sur mesure“.

Auf der Musikbühne gibt es einen Genre-Mix, der von Deutschrock und Blues über lateinamerikanische Klänge bis zu Soulfunk reicht. Dabei: Mission 13, Noplasticinside, Harmonica-Pete & The Blues-Jukes, Carretera Sur, Memphis PC, SocietyBe und Astrolaut.

Überall und nirgends treiben sich dazwischen außerdem Akrobaten, Magier, Stelzenläufer oder Marching Bands rum.

Und natürlich gibt es auch wieder Tanzalarm am Festspielhaus. Und zwar beim „Kinder stark machen“-Erlebnisland der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Mit dabei ist auch in diesem Jahr wieder Kika-Moderatorin Singa Gätgens. Hier können kleine Gäste zeigen, was in ihnen steckt. Auf der Aktionsfläche können sie Menschenpyramiden bauen, über Feuerstangen springen oder ihr Gesangstalent beweisen.

Außerdem gibt es viele Spielstationen, die sich um die Begriffe Mut, Anerkennung und Teamgeist drehen. Für Eltern gibt es Informationen und Beratung, wie sie im Alltag ihre Kinder für ein suchtfreies Leben stärken können.