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Jugendarbeit

Ein Magnet mit noch mehr Kraft

09.02.2012 | 18:15 Uhr
Ein Magnet mit noch mehr Kraft
Philipp Sternemann öffnet das Gemeindehaus an der Luisenstraße bald für alle Jugendlichen – ganz gleich welcher Konfession. Foto: Thomas Gödde

Castrop-Rauxel.   Das Gemeindehaus der Paulusgemeinde in Dorf Rauxel wird Haus der Offenen Tür für Jugendliche – ganz gleich welcher Konfession. Am 14. Februar startet das neue Angebot „Meeting Point“.

Erst vor kurzem sind die Tische und Stühle geliefert worden, die jetzt den Café-Bereich im Foyer komplettieren. Hier konnte man sich schon zuvor richtig wohl fühlen, jetzt aber hat das Gemeindehaus der Paulusgemeinde in Dorf Rauxel noch ein wenig mehr zu bieten. Abgesehen von den neuen Möbeln ist das die Tatsache, dass das Gebäude an der Luisenstraße ein Haus der Offenen Tür für Jugendliche – ganz gleich welcher Konfession – sein wird.

Denn mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt wird das Gemeindehaus nun zu einem offenen Treff für Jungen und Mädchen ab etwa 13 Jahren. Die Stadt fördert damit das Engagement für junge Leute in dem Stadtteil, in dem außer der evangelischen Gemeinde kein anderer Anbieter für Freizeit- und Bildungsaktivitäten mehr vorhanden ist.

Die evangelische Gemeinde unter der Leitung von Pfarrer Martin Hensel aber wirkt mit ihrer gut funktionierenden Jugendarbeit, allen voran der Jugendgottesdienst an den Samstagabenden, wie ein Magnet für die Jungen und Mädchen aus dem Stadtteil – und auch darüber hinaus fühlen sich Jugendliche von dem Angebot angesprochen.

50 Prozent der Stelle für die Offene Tür wird von der Stadt finanziert

Ein Pfeiler dieser Jugendarbeit ist Philipp Sternemann. Er lebt seine Arbeit – das kann man wohl so sagen über den 29-jährigen Diakon, der die Rauxeler Gemeinde so gut kennt. Seit über zehn Jahren engagiert er sich an der Luisenstraße, und hat dort nun auch tatsächlich eine feste Anstellung nach seinem Studium bekommen. So ganz mag er diese Fügung selbst noch kaum fassen: „Das ist ein großes Glück.“ Philipp Sternemann wird mit 50 Prozent seiner Arbeitsstelle für die Leitung der Offenen Tür verantwortlich sein – finanziert von der Stadt – und sich mit den weiteren 50 Prozent in der Gemeindearbeit engagieren. Gedanklich ist er da schon mittendrin – tatkräftig eigentlich auch bereits. Wobei die „Offene Tür“ offiziell erst Mitte Februar eröffnet wird (Siehe Info-Kasten).

Denn die Jugendarbeit im Gemeindehaus läuft ja bereits, wird jetzt aber weiter ausgebaut – ganz nach Wunsch. „Wir sprechen die Jugendlichen im Viertel an, werben für die Offene Tür und fragen, was sie wollen“, erklärt Sternemann. Denn eines ist für ihn klar: Die Freizeitbeschäftigung soll sinnvoll sein und den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen. „Sie sollen sich ausleben können mit den Sachen, die sie toll finden“, sagt der 29-Jährige. Denn, so fährt er fort: „Ich mache das hier ja nicht für mich, sondern für die anderen.“ Und auch ein wenig aus der Verantwortung für den Stadtteil, räumt er ein.

Einen Schwerpunkt der Offenen Tür wird nach wie vor die Musik bilden, schon jetzt untermalt die junge Gemeindeband die Jugendgottesdienste. Hinzu soll Engagement in Umweltfragen kommen sowie sportliche Angebote. Außerdem gibt es im Außengelände des Gemeindehauses eine ganze Schar Ziegen und Hühner zu versorgen.

Auch bei der Gestaltung der Räume im Gemeindehaus sollen die Jungen und Mädchen mitsprechen. „Das sind Eure Räumlichkeiten“, sagt der 29-Jährige mit Blick auf die Offene Tür. Der Glaube nun soll nicht gänzlich ausgeblendet werden, missionieren aber will Philipp Sternemann niemanden. Vielmehr setzt er auf den „Mitnahme-Effekt“.

„Was wir predigen, setzen wir ja auch um und leben das vor“, sagt der frisch eingeführte Diakon und meint allen voran den Dienst am Nächsten. Bei dem Miteinander im Gemeindehaus bekämen die jungen Besucher – ganz gleich, ob und an welchen Gott sie glauben – fast nebenbei mit, was richtig ist und was vielleicht nicht. „Wir geben ihnen Möglichkeiten an die Hand, die jeder für sich auslegen und annehmen kann“, nennt das Philipp Sternemann.

Start des Angebots

Los geht’s mit dem Angebot der Offenen Tür – zusätzlich zu den bestehenden Programmpunkte der Jugendarbeit in der Gemeinde – am Dienstag, 14. Februar. Von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr sind dann alle interessierten Jugendlichen eingeladen, die Räumlichkeiten kennenzulernen und gemeinsam zu kochen. Künftig besteht das Angebot – „Meeting Point“ genannt – jeden Dienstag und Donnerstag von 16.30 bis 19.30 Uhr. Hinzu kommen werden in Zukunft Projekte.

Katja Büchsenschütz

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Kommentare
10.02.2012
09:42
Ein Magnet mit noch mehr Kraft
von gerron | #1

"Meeting point"? Also ehrlich? Muss man immer englische Begriffe verwenden? So "cool" ist es auch wieder nicht.

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