Ein Blick hinter die Filmkulissen im Blue-Box-Studio

8000 Menschen im Umkreis von 50 Kilometern um Castrop-Rauxel arbeiten in der Medienbranche. Für sie hat das hier ansässige Blue-Box-Studio - spezialisiert auf Spezial-Effekte - im vergangenen Jahr die Messe Medienpottpourri ins Leben gerufen. Wir waren bei der zweiten Auflage am Freitag dabei.

Castrop-rauxel.. Es geht um Technik, Austausch und Innovationen. Im Studio der Blue-Box im Schatten des Erin-Turmes haben sich am Freitag - inklusive des Gastgebers - 14 Firmen aus der Medienbranche präsentiert. Das Medienpottpourri ist keine Messe für Endverbraucher. Eher ist es ein Treffpunkt für die Branche. Netzwerken stand neben der Werkschau der einzelnen Firmen und Agenturen im Vordergrund.

"Mit ihrer Kreativität, ihren Innovationen und ihren Ideen geben sie (die Medienschaffenden, Anmerkung der Redaktion) starke Impulse. Regionale Anbieter präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Angebotsbereiche Film, Kameratechnik, Licht, Ton und Postproduktion", heißt es im Messe-Flyer.

Vorliebe für Spezial-Effekte

Unter anderem haben Madeleine Magnus und Carolin Gechter auf dem zweiten Medienpottpourri ihre Arbeit präsentiert. Die beiden sind Maskenbildnerinnen - und teilen die Vorliebe für Spezial-Effekte. Im Blue-Box-Studio haben sie am Freitag gezeigt, wie aus einem "normalen" Menschen innerhalb von kürzester Zeit ein Ungeheuer werden kann. Gemeinsam haben sie ihrem Model die Hände ummodelliert. Aus normalen Händen wurden grauenhafte Pranken, mit fiesen, eingerissenen und Blut unterlaufenden Fingernägeln. Aus dem akkurat geschorenen Haupt wurde ein mit roten Flusen bewachsener Schädel. Nach der Sitzung bei den jungen Frauen hätte das Model in jedem Horrorfilm eine gute Figur abgeben können.