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Castrop-Rauxel

„Eigeninteresse schadet der Idee”

02.04.2009 | 17:41 Uhr

Grüne machen eine Aufweichung der Rückbauverpflichtung für Hospiz nicht mit. Stadt wartet noch immer auf Statik

„B90/Die Grünen lehnen eine Aufweichung der Rückbauverpflichtung für das im Landschaftsschutzgebiet geplante Hospiz kategorisch ab. Hier stehen wir hinter dem Bürgermeister”, schaltet sich Udo Weber, Vorsitzender des Umweltausschusses, in die Diskussion über das Hospiz ein. Die jetzt präsentierten Vorschläge würden letztendlich auch die Niederlassung eines mobilen Altenpflegedienstes im Landschaftsschutzgebiet ermöglichen, weil ja eine gesicherte Folgenutzung angeblich zwingend für die Kreditvergabe sei, so Weber.

Wie berichtet, möchte der Vorstand des Hospizvereins, dass der städtebauliche Vertrag geändert wird. Bisher heißt es, dass – wenn das Hospiz nicht funktioniert – das Gebäude abgerissen werden muss. Der Verein möchte den Vertrag insoweit ändern, dass „im Fall der Fälle auch eine andere gemeinnützige Nutzung für einen mildtätigen Zweck in der Kranken- oder Altenpflege ermöglicht wird.”

„Das Hospiz in Frohlinde scheitert einzig und allein an der Absicht von Frau Grümer, unbedingt dieses Grundstück im Landschaftsschutzgebiet bebaubar zu machen. Dieses Eigeninteresse schadet der gesamten Idee und den vielen ehrenamtlichen Helfern.” Um das Hospiz für Castrop-Rauxel zu retten, müsse der Verein unabhängig von Elisabeth Grümer nach anderen Grundstücken suchen. „Warum nicht ein städtisches Grundstück vor dem Evangelischen Krankenhaus nutzen? Die Nähe zur medizinischen Infrastruktur ist sicherlich nicht schädlich. Auch könnte man über einen Grundstückstausch mit dem Stiftungsgrundstück nachdenken”, meint Weber. Der Hospizvorstand hatte am Mittwoch vor der Presse erklärt, dass man bisher ja nicht einmal eine Baugenehmigung von der Stadt bekommen habe. Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass der „Hauptknackpunkt die immer noch fehlende Statik sei. Es spricht doch für sich, dass die Schuld der Stadt zugewiesen wird, obwohl eine solche wichtige Unterlage fehlt.”

Eva Arndt

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