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Geburtstag Hans Ettrich

Ehre, wem Ehre gebührt

15.08.2012 | 08:00 Uhr
Ehre, wem Ehre gebührt

Castrop-Rauxel.   Alt-Bürgermeister Hans Ettrich feierte auf der Bergehalde Schwerin seinen 80. Geburtstag. Freunde und Wegbegleiter gratulierten dem SPD-Urgestein.

Alt-Bürgermeister Hans Ettrich feierte auf der Bergehalde Schwerin seinen 80. Geburtstag . Freunde und Wegbegleiter gratulierten dem SPD-Urgestein.

Rundherum liebenswert. Mitunter streng, aber stets gerecht. Ein angenehmer Chef, der hohe Ansprüche an seine Mitarbeiter, vor allem aber an sich selbst hatte. „Für die Stadt war ihm keine Strapaze zu groß“, erinnerte sich Kämmerin Annemarie Tesch, früher Referentin des Alt-Bürgermeisters Hans Ettrich. „Er wusste, was er wollte, und hat sehr viel in Castrop-Rauxel bewegt.“

Worte der Wertschätzung wählte auch Erika Hannig. Ein humorvoller Mensch sei er. „Ich habe sehr gerne für ihn gearbeitet“, sagte die frühere Sekretärin Ettrichs. „Ich würde auch jederzeit wieder für ihn arbeiten“, fügte sie sogleich lächelnd hinzu und schaute Annemarie Tesch an. Die Kämmerin nickte zustimmend.

„Die Personen, die Hans Ettrich begleitet haben, sind bis heute treu und loyal“, betonte kurz darauf Bürgermeister Johannes Beisenherz. Das zeige, wie bemerkenswert er mit Menschen umgegangen sei. Ein „wichtiger Zug“ des SPD-Urgesteins, des Castrop-Rauxeler Ehrenbürgers, der am gestrigen Dienstag seinen 80. Geburtstag feierte – im Kreise von knapp 50 geladenen Gästen, hoch oben auf der Bergehalde Schwerin, jenem Ort, der die große Vision Ettrichs versinnbildlicht.

Mister Emscher-Lippe

Das Lebenswerk des früheren Bürgermeisters und Landrats, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe, sei es, Castrop-Rauxel nicht singulär, sondern als ein Teil der Region zu begreifen. Die Stadt, das habe Ettrich immer deutlich gemacht und danach gehandelt, funktioniere nur im Zusammenspiel mit dem Land und den Nachbarn wie Dortmund.

„Den Titel ‘Mister Emscher-Lippe’ kann dir also keiner mehr nehmen“, richtete Schwabe sein Wort direkt an Hans Ettrich. Aber, fuhr der Bundestagsabgeordnete fort: „Dir geht es ja gar nicht um Titel, sondern darum, dass deine Idee eines zusammenwachsenden Ruhrgebiets weitergetragen wird.“

Politischer Ziehvater

Hans Ettrich, so Schwabe weiter, sei ein Visionär, habe viel umgesetzt in Castrop-Rauxel, stehe für eine gelungene Stadtentwicklung. Das Dieze, der Erin-Park oder auch der Skulpturenpark bei Goldschmieding – „in Stein gemeißelte Zeugen“ seines Wirkens, betonte Schwabe, der in seiner sehr persönlichen Rede vor allem auch die Verdienste Ettrichs im sozialen Bereich würdigte.

Für den Erhalt des Wildgeheges im Grutholz habe er sich erfolgreich eingesetzt, ebenso für die berufliche Bildung junger Menschen. Und nicht zuletzt sei er der Vater der Öko-Insel.

Derartige Orte der Identifikation wie die Einrichtung in Frohlinde zu schaffen, das sei Ettrich während seiner Amtszeit stets ein Anliegen gewesen, sagte Johannes Beisenherz und bezeichnete den Ehrenbürger als seinen „politischen Ziehvater“. „Ohne Hans Ettrich stünde ich hier heute nicht als Bürgermeister.“ Von dem Frohlinder habe er dann und wann mal einen Schubs bekommen, habe ihm somit eines vermittelt: „Nicht lange diskutieren, sondern machen, einfach machen.“

Doch mehr noch habe Ettrich ihn gelehrt. „Ich habe wirklich viel von ihm gelernt, und versuche, mich an ihm zu orientieren“, sagte Beisenherz, der dem Jubilar vor allem eines wünschte: „Noch viele einigermaßen gesunde Jahre.“

Sabine Latterner



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