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Schulentwicklung

Diese Schule muss bleiben

01.04.2011 | 18:05 Uhr
Diese Schule muss bleiben
Kämpfen ums Überleben der Franz-Hillebrand-Hauptschule: Sandra Kämmerling, Lydia Brinkhoff, Dagmar Kunkel, Lina-Sophie Rozanski, Gina Leutzen, Manuela Denzel (v.l.). Foto: Joseph-W. Reutter / WAZ FotoPool

885 Unterschriften in drei Stunden – das ist die Bilanz der Protestaktion von Eltern und Schülern gegen die Schließung der Franz-Hillebrand-Hauptschule (FHHS).

Satte 5000 Unterschriften sollen es in den kommenden Wochen noch werden, diese Marke haben sich die engagierten Eltern gesetzt. Auf dem Wochenmarkt in Ickern hatten sie am Freitag mobil gemacht, einen Stand aufgebaut und die Passanten über die Situation der Hauptschule an der Uferstraße informiert. Denn die ist von der Schließung bedroht, wenn der Schulentwicklungsplan umgesetzt wird.

Die nächste Hürde hat die Schule allerdings fürs erste genommen: Mittlerweile sind die nötigen 18 Anmeldungen eingegangen, um eine fünfte Klasse zu bilden. Immerhin einzügig kann die Hauptschule dann nach den Sommerferien ins neue Schuljahr starten. „Trotz der schlechten Kritik der letzten Zeit haben sich doch noch Eltern für unsere Schule entschieden“, freut sich Dagmar Kunkel, eine der Mütter, die die Informationskampagne gestartet haben. Zu Unrecht hat die Hauptschule an sich ihrer Ansicht nach einen schlechten Ruf: „In den Köpfen von vielen sind die nichts wert, die auf einer Hauptschule waren, dabei haben auch viele von denen ihren Weg gemacht.“ Ihre Tochter zum Beispiel: Nachdem sie die Franz-Hillebrand-Hauptschule abgeschlossen hat, macht sie ihr Fachabitur mit medizinischer Ausrichtung und einem Jahrespraktikum im Krankenhaus. Auch ihren Sohn, der die sechste Klasse besucht, weiß Dagmar Kunkel an der Uferstraße gut aufgehoben – an der FHHS kenne jeder jeden, dort gehe es familär zu.

Ein Aspekt, der auch bei Schulleiter Peter Braukmann an oberster Stelle steht: „Unsere Schüler brauchen einfach besondere Lernbedingungen.“ Eben eine engere Betreuung, dazu Schulsozialarbeit und intensive Berufsvorbereitung. Dass nun doch noch 18 Anmeldungen fürs neue Schuljahr und somit eine ganze Klasse zusammengekommen sind, freut und wundert ihn zugleich. Wenn­gleich das keine Entwarnung bedeute, was die drohende Schließung angeht. „Jetzt ist es wichtig, dass wir an den Rahmenbedingung mitarbeiten können“, betont der Rektor.

„Dass jetzt eine fünfte Klasse zustande gekommen ist, gibt zwar Auftrieb, sagt aber letztlich nichts aus“, meint Sandra Kämmerling, ebenfalls eine der engagierten Mütter.

Und auch Schuldezernentin Petra Glöß sagt zu dem aktuellen Stand der 18 Anmeldungen frei heraus: „Das ändert nix.“ Als einzügige Schule sei die Franz-Hillebrand zwar geduldet, aber nicht abgesichert. Wenn der Schulentwicklungsplan, so wie er jetzt angelegt ist, beschlossen würde, würden an der FHHS ab dem Schuljahr 2012/13 keine Schüler mehr aufgenommen und die Auflösung des Standorts vorgeschlagen.

Keine Option für die engagierten Eltern: Sie wollen sich weiter stark machen – noch mehr Unterschriften sammeln und zu einer Demonstration aufrufen.

Katja Büchsenschütz

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Kommentare
01.04.2011
19:31
Diese Schule muss bleiben
von oni71 | #1

Ich bitte um Veröffentlichung folgendes Leserbriefes.

Frau Glöss persönlich kam an diesem Tag zum Marktplatz Ickern .
Ihre Aussage : Auch die 18 ANmeldungen ändern nix an der Tatsache das die Schule ab dem Schuljahr 2012/13 nicht mehr aufnimmt .
Hat sie den zweiten Satz der Unterschriftenliste wohlweislich überlesen???

Hauptschüler benötigen auch weiterhin eine Schule , die ihnen eine gute Chance bietet .

Hier macht die Verwaltung ganz klar den zweiten vor den ersten Schritt.

Über 800 Unterschriften in knapp Drei Stunden auf dem Ickerner Marktplatz sprechen derzeit für sich .Diese Unterschriften galten auch dem Satz : Hauptschüler benötigen weiterhin eine Schule,die ihnen eine gute Chance bietet.
Hierzu haben die Eltern und Schüler der FHHS noch keinerlei axeptable Vorschläge gehört.Darüber sagt auch der Schulentwicklungsplan in keinster weise etwas aus.
Hierauf wollen die Eltern eine Antwort ,bevor die Schulschließung oder das Auslaufen beschlossen wird.
Hierauf haben Eltern und Schüler ein Recht , ein Recht zu erfahren wie geht es denn weiter ???
Den Deckel drauf machen liebe Frau Glöss kann jeder , konstruktive , von den Eltern mit getragene Alternativen finden ...darin schient wohl eher die Schwierigkeit zu legen.
Deshalb auch weiterhin der Appell der Eltern unterstrichen durch zahlreiche Bürger .Keine Schließung aber auch kein Auslaufen der FHHS bevor nicht ein Konzept vorliegt wo Eltern und Schüler guten Gewissens mit Leben können .
Das dies weder die Einbindung in die JKG , der FNR noch der lange Weg zur Schillerschule sein kann, haben die Eltern mehr als einmal deutlich gemacht .
Hier fordern die Eltern auf das Politik und Verwaltung handeln und zwar vor jeder weiteren Entscheidung!!!!!

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