Der Tambourmajor läuft an der Spitze
06.02.2012 | 16:35 Uhr 2012-02-06T16:35:00+0100
Castrop-Rauxel. Der Verein blickt auf eine lange Geschichte zurück. Neue Mitglieder sind immer willkomen.
Wer kennt sie nicht von Schützenfesten, Festveranstaltungen und Sankt Martin: die Tambourkorps. In ihren fantasievollen Uniformen marschieren die Mitglieder als Spielmannszüge bei Umzügen mit und geben den Takt an.
Ein traditionsreicher Tambourkorpsverein in Castrop-Rauxel ist der Tambourkorps „Westfalen“ Henrichenburg e.V. . Die Wurzeln des Vereins gehen bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück, wie ein Blick in die Geschichte des Vereins zeigt.
Damals wurde unter der Anleitung des Henrichenburger Lehrers Brackmann, der Kindern das Flötespielen und Trommeln beibrachte, eine musizierende Gruppe im Katholischen Jünglingsverein gegründet.
Ein Blick in die Vereinsgeschichte
Zum Tambourkorps „Westfalen“ Henrichenburg e.V. wurde der Kreis der Musikanten dann schließlich im Jahr 1927 unter der musikalischen Leitung von Fritz Dreckmeier. Ein weiteres bedeutsames Ereignis in der Vereinschronik zeichnete sich im Jahr 1978 ab, als der Henrichenburger Verein dann dem „Verband der Fanfaren- und Tambourkorps Nordrhein-Westfalen 1960 e.V.“ beitrat.
„Im Laufe der Jahrzehnte sind auch Frauen in unseren Korps eingetreten. Das gesellschaftliche Miteinander hat neben dem musikalischen Leben einen hohen Stellenwert erreicht“, erklärt Norbert Olschowski, erster Schriftführer und erster Tambourmajor der Henrichenburger. „Das Wort ‚Tambour‘ steht für Trommel und das Wort ‚Major‘ für größer. Der Tambourmajor läuft beim Umzug vorneweg und gibt dem Korps den Spieltakt an“, erklärte Tambourmajor Olschowski seine leitende Position im Spielmannszug.
Regelmäßige Zusammenkünfte der aktuell 36 Mitglieder mit Musikproben sind den Mitgliedern im Verein wichtig. Besonders beliebt ist die Musikfreizeit, die abwechslungsreiche Spielproben und gemeinsame Aktivitäten bietet, wie etwa eine Wattwanderung bei der letzten Fahrt nach Cuxhaven.
Auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung, zu der sich die Mitglieder am Wochenende trafen, standen neben Neuwahlen des Vorstandes auch Ehrungen langjähriger Mitglieder.
Urkunden gab es für: Bernhard Budde und Friedhelm Krimpmann für 55 Jahre Mitgliedschaft, Volker Bettin und Norbert Olschowski für 40 Jahre und Iris Wust für 10 Jahre. Nachwuchsmitglieder sind gern gesehen. „Junge Leute aus der Umgebung mit Spaß an Musik können wir immer gebrauchen“, so der Vorstand.
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