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Dem Fachkräftemangel begegnen

04.05.2013 | 00:19 Uhr
Dem Fachkräftemangel begegnen

Einige Branchen dominieren die immer lauter werdende Diskussion um den Fachkräftemangel. Nicht wegzudenken aus der Gruppe der sogenannten Engpassberufe ist der Gesundheits- und Pflegesektor. Hier zeigen sich bereits heute zunehmend Schwierigkeiten, offene Stellen umgehend mit Fachkräften zu besetzen. Mit entsprechender Qualifizierung rückt die Agentur für Arbeit dem Problem zu Leibe.

Beate Langer ist 50 Jahre alt. Seit 2005 arbeitet sie als Altenpflegehelferin im Josefshaus in Castrop-Rauxel, 30 Stunden pro Woche in Teilzeit. Ein Knochenjob. Für Beate Langer aber längst Berufung: „Ich kann mir keinen anderen Job vorstellen, für den ich lieber jeden Morgen aufstehen würde“, schwärmt sie und erzählt: „Es ist nicht immer leicht, mit den persönlichen Schicksalen der Bewohner konfrontiert zu werden. Aber letztlich liegt auch genau darin die besondere Erfüllung. Jeder Bewohner ist anders, jeder hat individuelle Bedürfnisse. Es ist schön, sich auf diese Vielfalt einzulassen.“

Dass Beate Langer sich gerne auf neue Situationen einstellt, liegt auf der Hand. Seit September des vergangenen Jahres lässt sich die Altenpflegehelferin berufsbegleitend zur examinierten Altenpflegefachkraft ausbilden. Dafür war sie sogar bereit, ihre Teilzeitstelle um neun Stunden aufzustocken und die Ausbildung in Vollzeit zu absolvieren. Den überwiegenden Teil der Qualifizierung finanziert die Agentur für Arbeit Recklinghausen.

„Damit möchten wir Frau Langer eine zukunftssichere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt geben“, erläutert Geschäftsführerin Claudia Mann. „Frau Langer hat als Pflegehilfskraft in den Beruf hinein geschnuppert und ihre Neigung dafür erkannt. Mit der Weiterbildung geben wir ihr die Chance, neben der täglichen Arbeit aufzusatteln, um sich so dauerhaft ihre Anstellung zu sichern. Mit diesen und anderen Qualifizierungen können wir den Fachkräftebedarf ganz gezielt sichern“, so Claudia Mann. Nicht nur Beate Langer und die Arbeitsagentur stehen hinter dieser Qualifizierung. Auch das Josefshaus Altenheim freut sich, eine motivierte Mitarbeiterin gewonnen zu haben, die nach erfolgreichem Abschluss der dreijährigen Ausbildung alle Tätigkeiten des komplexen Berufsbildes ausüben kann und darf. „Wir wissen, was wir an Frau Langer haben und unterstützen sie gerne nach unseren Möglichkeiten. Wir profitieren selbst auch davon, schließlich ist Frau Langer voll und ganz auf die Besonderheiten unseres Hauses eingestellt und bleibt uns als engagierte Mitarbeiterin nach der Ausbildung erhalten“, so Einrichtungsleiterin Anja Schmalz.

Möglich wird die Qualifizierung durch das Programm WeGebAU der Agentur für Arbeit, das sich an ältere Beschäftigte über 45 richtet, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Bereits 60 Qualifizierungen sind mit diesem Förderprogramm für dieses Jahr geplant. „Diese Zahl werden wir aber voraussichtlich deutlich übersteigen“, versichert Claudia Mann.

Kommentare
13.05.2013
16:08
Dem Fachkräftemangel begegnen
von s.maier75 | #1

Der Personalberater Christian M. Böhnke erklärt in seiner Kolumne, warum die Wirtschaft die Frauen noch dringend brauchen wird...
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2013-05-04 00:19
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