Da läuft ein Film ab: Über das Schulleben an der MLKS
03.02.2012 | 16:43 Uhr 2012-02-03T16:43:00+0100
Castrop-Rauxel. Schüler der Martin-Luther-King-Schule (MLKS) haben ihren Alltag mit der Video-Kamera eingefangen. Entstanden ist daraus mit Unterstützung des Filmemachers Thomas Enbergs „We Tube – Das sind wir“.
Das ist ihr Leben: Über den Zebrastreifen rennen, der über die Bahnhofstraße und zu ihrer Schule führt, im Trommel-Raum sitzen und mit rhythmischen Schlägen satte Töne erzeugen, Besuche beim Natur- und Begegnungsbauernhof (NaBeBa) und die Gedanken um die Zukunft: Was soll ich werden? Jetzt können das sehe sehen, die es sehen wollen.
Denn Schüler der 8., 9. und 10. Klasse der Martin-Luther-King-Schule (MLKS) haben „We Tube – Das sind wir“ gedreht – ihren eigenen Kurzfilm. Haben Regie geführt, den Kameramann gemacht, für gutes Licht und richtigen Ton gesorgt und auch vor der Kamera gestanden.
Locker moderieren Karim und Muhamed durch die Szenen, Marvin macht auch mit und Oskar zieht nach getaner Arbeit am Ende des Films Bilanz. Aber der Reihe nach: Da war die Erfahrung von Sozialpädagoge Stefan Ambrosi, die er mit den Schülern der Martin-Luther-King-Schule gemacht. Dass nämlich die Schüler der MLKS anderen nicht gerne erzählen, dass sie ausgerechnet auf diese Schule gehen, die ja eine Förderschule ist.
„Dabei“, so sagt Sozialpädagoge Stefan Ambrosi, „sin hier an der Schule doch auch fitte Leute.“ Um das unter Beweis zu stellen, hat er das Filmprojekt ins Leben gerufen, das im Rahmen des Landesprogrammes „Kultur und Schule“ finanziell gefördert wurde, ebenso von der Stadt und vom Förderverein der Schule.
Mit ins Boot geholt hat Stefan Ambrosi für diese Projekt den Dortmunder Filmemacher und Kameramann Thomas Enbergs, der seit September mit den sieben teilnehmenden Schülern Schritt für Schritt den Kurzfilm erstellt hat. „Das bewegte Bild gewinnt bei den jungen Leuten immer mehr an Bedeutung“, sagt der Diplom-Designer. Die Jungen und Mädchen drehen Filme mit ihren Handys und laden sie im Internet über die Plattform „You Tube“, an die auch der Titel des Schülerfilms angelehnt ist, hoch.
„Ich wollte ihnen zeigen, wie das im echten Leben – eben professionell – geht“, so Enbergs. Das ist ihm gelungen : „Jetzt weiß ich, wie das ist“, sagt Nico, der abwechselnd mit René hinter der Kamera stand. Gucke er heute Fernsehen, achte er genau darauf, ob das Licht stimmt und wo wohl der Kameramann gestanden hat, berichtet der 16-Jährige. Und das Fazit von Oskar lautet: „Bei so einem Projekt muss man sich auf die anderen Kollegen verlassen können – das war einfach Teamwork.“
Damit das Werk von möglichst vielen Interessierten gesehen werden kann, will Sozialpädagoge Stefan Ambrosi es in Kürze auf der Internet-Plattform „You Tube“ hochladen.
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