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Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad

19.02.2010 | 13:00 Uhr
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad

Castrop-Rauxel. In Castrop-Rauxel regt sich großer Protest gegen ein geplantes Windrad. Dieses soll direkt an der Stadtgrenze auf Bochumer Stadtgebiet gebaut werden. Die Anwohner wollen eine Bürgerinitiative gründen und Widerstand leisten, weil sie in die Planungen nicht mit einbezogen wurden.

„Dreistes Verhalten – anders kann man die Vorgehensweise der SPD Bezirksfraktion Bochum-Nord nicht bezeichnen”, stellt Heinrich Breuckmann fest. Das Rot/Grün-Bündnis hält an der Windenergiefläche fest. Er ist einer der Nachbarn, denen das Windrad dicht vor die Nase gesetzt wurde – nur 270 m entfernt. „Dass das viel zu nah ist, stellte bereits in erster Instanz das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen fest, in zweiter Instanz das Oberverwaltungsgericht Münster und stoppte den Weiterbau.” Die Anwohner jetzt noch mit Hilfe eines Bebauungsplans zu zwingen, Bäume zu pflanzen, komme einer Enteignung gleich.

Nur 270 Meter entfernt wurde das Windrad im Wagenbruch in Castrop-Rauxel den Anwohnern vor die Nase gesetzt. Empfohlen wird im Windenergie-Erlass Nordrhein-Westfalen eine Distanz von 700 Metern zwischen Windrädern und Wohnbebauung.

Breuckmann verweist auf die Empfehlung im Windenergie-Erlass Nordrhein-Westfalen, in dem eine Distanz von 700 m zwischen Windrädern und Wohnbebauung als angemessen angesehen wird. „Wir werden eine Bürgerinitiative aus dem Boden stampfen und entschieden Widerstand leisten, sagt der Betroffene. Die Stadt Bochum soll den deutlichen Gegenwind zu spüren bekommen. Breuckmann weist darauf hin, dass dieses Windrad das größte im Ruhrgebiet sein würde mit einer oberen Flügelspitze von alleine 150 Metern.

Beteiligung ist ohne Planverfahren so nicht möglich

Den Zorn zogen sich jetzt SPD und Grüne der Bochumer Bezirksfraktion auf sich, die das Windrad in Gerthe befürworten. In der Bezirksvertretung, die in der vergangenen Woche tagte, stimmte die rot-grüne Koalition der Aufstellung des Bebauungsplans 908 Bövinghauser Hellweg zu. „Ziel der Neuplanung ist die Errichtung einer Windkraftanlage zwischen Bövinghauser Hellweg und Castroper Hellweg unter gleichzeitiger umfassender Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Castrop-Rauxel. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist ohne ein solches Planverfahren so nicht möglich”, heißt es in einem Schreiben der beiden Parteien. Wie berichtet war der Bau der Windkraftanlage auf Bochumer Gebiet begonnen worden, ohne dass die Stadt Castrop-Rauxel und die Bürger dieser Stadt davon in Kenntnis gesetzt worden waren. Dagegen zog Heinrich Breuckmann vor Gericht und bekam Recht.

Doch die Fraktionen SPD und Grüne setzen sich nach wie vor dafür ein, dass die einzige Windenergie-Vorrangfläche der Stadt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Standort für Windkraft erhalten bleibt. Auch wenn die Koalitionspartner eine frühere Aufstellung dieses Bebauungsplanes begrüßt hätten, trage der Beschluss maßgeblich dazu bei, die Bürgerbeteiligung zu sichern, lassen die Parteien verlauten.

„Für die Aufstellung des Windrades, gegen das im Vorfeld weder von der Stadt Castrop-Rauxel (1998) noch von Bürgern (September/Oktober 1999) Anregungen und Proteste vorgelegt wurden, hatten das Staatliche Umweltamt Hagen und die Stadt Bochum Genehmigungen erteilt”, betonen Bochums SPD und Grüne.

Eva Arndt

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Kommentare
01.07.2010
20:11
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von magdu | #45

fakt is das so ein teil hier nix zu suchen , in der wüste oder auf der see gerne aber hier muss das; uns soll das ,nich sein

21.02.2010
09:30
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von igor2880 | #44

-fuer die an dem Verfahren beteiligten Behoerden und vor allem fuer die Politiker gilt:
Es genuegt nicht, wenn man unfaehig isr, man muss auch noch in die Politik gehen.

21.02.2010
00:17
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Alois_Egon | #43

@35
Der Staat hat in der Aufgabe zur Sicherstellung der Energieversorgung darauf zu achten, dass die Energie sicher, unabhängig und bezahlbar ist.

Das heißt für mich, dass wir zur Zeit unsere Bestrebungen darauf verwenden müssen, den Strom aus eigenen Recourcen zu erzeugen.

Nun ist Kohle der einzige Rohstoff, den wir bei uns noch für mehrere hundert Jahre zur Verfügung haben. Kohlekraftwerke sind deshalb ein wichtiger Faktor der Energieversorgung.
Die heutigen Techniken sind mit Blick auf den Umweltschutz durch eine 30jährige Umweltpolitik und der daraus resultierenden Gesetzgebung ausgereift.
Besonders positiv wird sich hier auch in der öffentlichen Wahrnehmung auswirken, dass nun endlich die Machenschaften der Klimareligion aufgedeckt und nachweisbar geworden sind. Wenn auch die deutschen Medien hierüber zwar nun nach langer Blockade auch berichten, ist das ganze vernichtende Ausmaß bisher nur der internationalen Presse zu entnehmen. Wer aber die namhaften Blätter wie Focus, Welt, Spiegel etc. liest, hat schon einen guten Einblick, aber selbst regional in der WAZ-Gruppe wurde dieses Thema behandelt.

Also, CO2 ist kein Klimakiller und ist als das, was es immer schon war, nämlich unser wichtigstes Spurengas, ohne das es auf der Erde kein Leben geben kann und auch von uns Menschen bei jedem Atemzug mit ausgeatmet wird, rehabilitiert.

Solange wir aus dem Ausland Importkohle bekommen, wären wir dumm, wenn wir unsere eigenen Vorräte benutzen würden.

Bei Gas sind wir vom Ausland abhängig. Diese Kraftwerke benötigen wir leider drigend als Ergänzung für die erneuerbaren Energien, weil nur Gaskraftwerke schnell hoch und runter gefahren werden können. Hier sollten wir keine weiteren Abhängigkeiten einplanen.

Die vorhandenen Atomkraftwerke müssen noch solange genutzt werden, wie sie sicher sind.

Darüber hinaus muss viel mehr in die Entwicklung neuer Techniken investiert werden. Anstatt alte Technologien zu subventionieren, sollte das Geld für die Weiterentwicklung benutzt werden.

Insgesamt werden wir also wohl Atom und Kohle noch für mehrere Jahrzehnte benötigen, bis neue Entwicklungen serienreif sind.

Auch die Frage der Endlagerung von Atommüll könnte sich durch weitere Forschung und Entwicklung dadurch lösen, dass der Müll plötzlich wieder als wertvoller Rohstoff verwendet werden kann.

Die eneuerbaren Energien müssen dringend technisch weiterentwickelt werden. Die jeztigen Wirkungsgrade können nicht der Weisheit letzter Schluss sein, zumal wir für Solar nun wirklich nicht besonders günstig liegen und bei Wind die Offshoreanlagen im Meer sowohl vom Aufbau wie für die Unterhaltung etwas die dreifachen Kosten einer schon unsinnigen Normalanlage an Land verursacht.

Die aktuellen Forschungsergebnisse in der Nanotechnik befinden sich zwar noch in einem frühen Stadium, lassen aber vielversprechend gerade in diesem Bereich noch einige Qunatensprünge erwarten.

20.02.2010
23:19
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Klausdieter4600 | #42

Gut, Alois, aber was wollen Sie dann?
Ich gehe mal davon aus, dass Sie auf Ihr gekühltes Bier nicht verzichten wollen. Also: woher soll der Strom Ihrer Ansicht nach kommen?

20.02.2010
22:47
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Alois_Egon | #41

Nachtrag:
Da man sich diesen staatlich verordneten Kosten, die völlig an der normalen Steuer vorbei der Bevölkerung aufgebürdet werden, nicht entziehen kann, ist hier der Begriff Ökodiktatur schon gerechtferitgt.

20.02.2010
22:43
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Alois_Egon | #40

@32
wenn es denn Steuergelder wären.
Es sind leider nur die Stromrechnungen der normalen Bürger, die hier zur Kasse gebeten werden.
Und Firmen als Stromverbraucher können diese Kosten auch noch steuerlich geltend machen.
Somit bleiben nur die kleinen Leute als Kuh, die damit reichlich gemolken wird.

20.02.2010
22:15
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Grundgesetzeee | #39

diese dämlichen steuergelder fressenden windmühlen gehören endlich abgeschafft.

20.02.2010
20:06
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von derhamburger | #38

#25 von kritiker

10.000kw- der erzeuger ist wahrscheinlich das
kraftwerk voerde.
aber darum gegt es nicht.
es geht darum das ein bürger mit rechtswidringer handeln fast vergewaltigt wird.
nur um den profit einer kleiner gruppe zu steigern.

20.02.2010
18:10
Castroper Bürger protestieren gegen Bochumer Windrad
von Alois_Egon | #37

Bevor man alles glaubt, was uns unsere Bundesämter bzw. Politiker alles erzählen, lohnt es sich, der Sache etwas mehr auf den Grund zu gehen, wobei man immer im Auge haben muss, wer mit welchen Interessen welche Aussagen macht.

Auch was die Windkraft angeht, ist es sicher nicht sinnvoll, den werbewirksamen Veröffentlichungen in unseren Medien über zukünftige Prophezeiungen als realistisch anzusehen. Die gerade auch vom Umweltamt propagierten Aktionen und Auffassungen hinsichtlich Klima offenbahren angesichts der unerträglichen Enthüllungen über den Weltklimrat, das hier nicht das Klima, sondern Geld und Macht die Triebfeder des Handelns war.
Die Realität in Sachen Wind sehen leider ganz anders aus und liegt weit weg vom Wunschdenken der Ökos.
Eine nüchterne Betrachtung gibt es hier:

http://www.wilfriedheck.de/

20.02.2010
17:39
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #36

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