Castrop-Rauxeler verprügeln Mitreisende im RE1

Zwei Castrop-Rauxeler haben am Donnerstagabend eine 27 Jahre alte Frau im Regionalexpress verprügelt. Zuvor soll das Opfer die Männer mit ausländerfeindlichen Beleidigungen beschimpft haben. Der Übergriff löste einen größeren Einsatz von Polizei und Bundespolizei im Mülheimer Bahnhof aus.

Mülheim/castrop-rauxel.. Die drei Beteiligten waren am Donnerstagabend gegen 22 Uhr im RE1 von Köln nach Essen unterwegs. Zwischen Duisburg und Mülheim an der Ruhr kam es zum Streit - was genau vorgefallen ist, war zunächst unklar. Fest steht jedoch: Mehrere Zeugen sagen aus, dass die 27-jährige Essenerin, die mit ihrer Mutter unterwegs war, die beiden Männer (18 und 35 Jahre alt) aus Castrop-Rauxel beleidigt haben soll. Offenbar mit ausländerfeindlichen Beschimpfungen. "Alkohol war bei allen dreien im Spiel", so ein Polizeisprecher.

Die Männer, beide haben laut Polizei einen nordafrikanischen Migrationshintergrund, haben die Essenerin als Reaktion mit Faustschlägen angegriffen. Sie stürzte zu Boden, dort trat einer der Männer auf sie ein. Laut des Sprechers trug die Frau "leichte Verletzungen durch Prellungen" davon.

Im Mülheimer Bahnhof warteten dann schon Beamte von Polizei und Bundespolizei auf das Trio. Ärztliche Behandlung lehnte die Essenerin ab. Gegen die zwei Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Ob die Männer ihrerseits Anzeige wegen Beleidigung gegen die 27-Jährige erstatten werden, ist offen.

Der RE1 fuhr mit leichter Verspätung Richtung Essen weiter.