Castrop-Rauxeler sollen für IS gekämpft haben

Zwillingsbrüder aus Castrop-Rauxel sollen bei Selbstmordattentaten für das Terror-Netzwerk Islamischer Staat (IS) in der Nähe von Bagdad ums Leben gekommen sein. Das berichtet das IS-Propaganda-Magazin Dabiq in seiner aktuellen Ausgabe.

Castrop-rauxel/bagdad.. Bereits im April, so heißt es in dem Bericht, sei einer der beiden 25-Jährigen maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass der IS eine Stellung der irakischen Armee in der Nähe von Bagdad einnehmen konnte. Wie es heißt, soll er mit einem Laster mit sieben Tonnen Sprengstoff in den Armee-Stützpunkt gefahren sein - und sich in die Luft gesprengt haben.

Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen

Dabei soll er die Kommando-Zentrale des Stützpunktes zerstört und dutzende Menschen mit in den Tod gerissen haben. Sein Bruder soll schon zuvor einen "heldenhaften Tod" gestorben sein, wie es in einer Bildzeile zum entsprechenden Bericht heißt.

Dass es sich bei den abgebildeten Brüdern tatsächlich um Konvertiten aus Castrop-Rauxel handelt, bestätigten am Montag mehrere Quellen gegenüber unserer Redaktion.

2012 zum Islam konvertiert

Einer der beiden ist im November 2012 zum Islam konvertiert. Auf der Homepage der Gemeinde ist er mit seiner Urkunde zu sehen. Ein zweites Bild zeigt ihn und seinen Bruder kurz nach der Konvertierung im Kreise von Gemeindemitglieder.

Die Gemeinde, in der der Zwilling das muslimische Glaubensbekenntnis abgelegt hat, gehört zur Türkisch islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Eine Stellungnahme der Gemeinde ist am Montag für Dienstag angekündigt worden. Unklar blieb zunächst auch, ob die Brüder vor ihrer Ausreise vom Staatsschutz überwacht worden sind.

So hat sich die Geschichte weiterentwickelt: