Castrop-Rauxeler setzen Zeichen gegen Intoleranz

Mit einem Ginkgo-Baum als Symbol des Friedens haben christliche und muslimische Vereine und Organisationen aus Castrop-Rauxel im Skaterpark Habinghorst jetzt ein Zeichen gegen Ausgrenzung gesetzt. Viele bunte Gießkannen waren der Blickfang bei der Einweihung des Baumes, sollten aber auch eine erste friedliche Botschaft vermitteln.

Habinghorst.. Auf der Wiese an der Langen Straße, wo auch die Skater eine Heimat gefunden haben, steht seit vergangenen Donnerstag ein stattlicher Ginkgo-Baum - als Symbol des Friedens.Am Samstag trafen sich hier viele Bürger, Vereine, Verbände und Politiker aus Castrop-Rauxel, um den Friedensbaum willkommen zu heißen.

Zeichen gegen Ausgrenzung setzen

"Ein Baum lebt und wächst, aber er braucht auch Pflege - wie die Toleranz unserer Gesellschaft", sagten Michaela Böttcher und Stephan Bevc vom Bezirksverband der Kleingärtner Castrop-Rauxel/Waltrop. Sie sind die Initiatoren und Ideengeber für dieses Projekt.

"Vor lauter Diskussionen über Pegida und Charlie Hebdo wird vergessen, dass es überall Menschen gibt, denen es nicht so gut geht. Menschen, die ausgegrenzt werden, weil sie eine andere Hautfarbe oder eine andere Religion haben", betonte Böttcher. "Da wollten wir in Castrop-Rauxel ein Zeichen setzen."

Willkommensgruß aus bunten Gießkannen

An den Kosten für den 1800 Euro teuren Ginkgo hatten sich neben den Kleingärtnern auch christliche und muslimische Gemeinden, Organisationen und Vereine beteiligt. Als Willkommensgeste begossen die Sponsoren den Baum aus vielen bunten und handsignierten Gießkannen mit dem Wasser, das der Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Merklinde extra für diesen Akt herangekarrt hatte.

Die nach dem Willkommensgruß nicht mehr gebrauchten Kannen wurden gegen eine Spende abgegeben. "Das Geld werden wir für kriegsgeschädigte Kinder zur Verfügung stellen", erzählte der Bezirksverbandsvorsitzende Kleingärtner Bevc.