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Castrop-Rauxel

Buntes Treiben rund um den Hammerkopfturm

15.02.2010 | 14:25 Uhr
Buntes Treiben rund um den Hammerkopfturm

Castrop-Rauxel. Kleine Prinzen und Prinzessinnen, Tiere aller Art, Clowns und viele kleine Jecken des Kindergartens Swabedoo trafen sich am heutigen Rosenmontag zwischen 11.30 und 12 Uhr zu einem Umzug, um den Winter mit viel Musik, Krach und Radau zu vertreiben.

Zum Umzug ins verschneite Castrop-Rauxel lud am gestrigen Rosenmontag der Kindergarten „Swabedoo” Eltern und Kinder ein. 75 kleine Piraten, Tiger, Prinzessinnen und Cowboys zogen zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr mit ihren selbst gebastelten Umzugswagen von der Bergstraße über die Rieperbergstraße bis zum Hammerkopfturm, wo sie von ihren ebenfalls bunt verkleideten Eltern in Empfang genommen wurden.

„Vier Themenwagen haben sich die zwölf Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Praktikanten zusammen mit den Kindern ausgedacht”, erzählt Kindergartenleiterin Kerstin Radke, die selbst als quietschpinkes Schwein verkleidet war. Mit vollem Erfolg: Einen halben Kilometer durch den Schnee glitten ein Piratenschiff, mit aus einem Küchentuch umfunktionierten Segel und originalgetreuem Ausguck, ein „Kunterbunter Swabedoo”-Wagen, ein Schloss Schlotterstein und ein fantasievoller Erdwichtel-Karren.

Alle „Fahrzeuge” waren in den letzten Wochen von vier Arbeitsgruppen aus Bollerwagen, reichlich Farbe und Deko angefertigt worden und wurden gegen 11.50 Uhr am Hammerkopfturm von den Eltern begeistert bestaunt und beklatscht. Die kleinen, zwei- bis sechsjährigen Swabedoodahs – der Name des Kindergartens stammt aus einer Koboldgeschichte – stimmten zusammen mit ihren Erzieherinnen zahlreiche Lieder an und konnten trotz der Kälte unter anderem „Heut ist ein schöner Tag” singen. Auch für die Sicherheit des Umzugs war gesorgt. Da der Straßenzug einen Teil der Rieperbergstraße in Beschlag nahm, sorgte die Polizei für die Verkehrssicherheit.

Mit einem großen „Swabedoo, helau!” begrüßte die farbenfrohe, dick eingepackte Truppe die wartenden Eltern, die bereits mit dem traditionellen Bonbonregen begannen. Dass die Kamellen direkt im Schnee versanken, machte den kleinen Jecken nichts aus. Denn: durch den Schnee zu robben machte natürlich auch viel Spaß.

Beim Verkleiden hatten sich die Kinder ebenfalls viel Mühe gegeben. Mit ihrer Omi zusammen hatte sich die fünfjährige Prinzessin Celine ihr Kostüm ausgesucht und geschminkt. Alara, vier Jahre, war als Wikinger „Wickie” unterwegs. Beim Kostümieren hatte ihre Mutter, selbst als Pirat verkleidet, sie tatkräftig unterstützt. Die hatte das Kostüm sogar selbst genäht und einen Wikingerhelm aus Gips gegossen. Ansonsten konnten Krokodile im Ganzkörperkostüm, Kühe, Clowns, Marienkäfer und Kätzchen bestaunt werden – und was das Repertoire sonst noch so hergab.

„Den Karnevalsumzug gibt es eigentlich schon immer”, sagt Kerstin Radke. „Allerdings fand er früher nicht in so einem großen Rahmen statt.” Eltern, Großeltern und Geschwister waren trotz des Schnees und der Kälte zahlreich erschienen: Fast 200 Personen trafen am Hammerkopfturm mit viel Musik und Radau zusammen. Wäre doch gelacht, wenn es ihnen mit diesem Lärmszenario nicht gelungen ist, den leidigen Winter endlich zu vertreiben.

Jessica Branke

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