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Kriminalität

Brandstiftender Feuerwehrmann in Haft

20.01.2010 | 11:08 Uhr
Brandstiftender Feuerwehrmann in Haft

Castrop-Rauxel. Wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung hat der Haftrichter am Dienstag gegen den 21-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen. Der Feuerwehrmann soll für mindestens zehn Brände verantwortlich sein. Die Gesamtschadenssumme bewegt sich im sechsstelligen Bereich.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund hat der Haftrichter gegen den 21-jährigen Tatverdächtigen aus Castrop-Rauxel Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung erlassen. Wie bereits berichtet steht der Feuerwehrmann im Verdacht, für etliche Brände im Stadtgebiet von Castrop-Rauxel verantwortlich zu sein. Er war am Montag nach einem Scheunenbrand vorläufig festgenommen und am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt worden.

Für mindestens zehn Brände verantwortlich

Der Brandstifter, der bereits am Montag, 18. Januar, den Scheunenbrand an der Bodelschwingher Straße gestanden hat, hat in seiner Vernehmung auch weitere Bände eingeräumt. Er gab zu, seit Anfang des Jahres für etwa zehn Brände in Castrop-Rauxel verantwortlich zu sein. "Unter anderem gehen auf sein Konto die abgebrannten Gartenlauben, ein Papiercontainerbrand sowie die zwei Kellerbrände am vergangenen Wochenende", informiert Polizeipressesprecher Andreas Wilming-Weber auf Nachfrage der WAZ/WR. "Ob er für noch weitere Brände in Castrop-Rauxel verantwortlich ist, wird derzeit geprüft. Wir gehen momentan jede einzelne Anzeige mit Brandstiftung durch. Die Ermittlungen dauern an", so Wilming-Weber.

Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich

Als Motiv nannte der 21-Jährige eine im persönlichen Bereich entstandene Frustration und Unzufriedenheit. Die Gesamtschadenssumme bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Bei den Kellerbränden erlitten 20 Personen Rauchgasvergiftungen. Allein bei dem Scheunenbrand in der Nacht zu Montag entstand ein Schaden von rund 250.000 Euro. Spaziergänger, die mit ihrem Hund noch eine Runde liefen, hatten den 21-Jährigen beobachtet, wie er mit einem Auto vom Tatort geflüchtet war. Das Pärchen hatte sich das Kennzeichen notiert.

Ellen Andresen

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