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Karnevalsnacht des CCCS

Bloß keine Hektik

14.02.2010 | 15:44 Uhr
Bloß keine Hektik

Castrop-Rauxel. Vor der großen Showbühne füllen sich langsam die Reihen. Die Nonne setzt sich neben den Playboy-Bunny, das Piratenpärchen sucht noch einen guten Platz, der Vampir holt für sich und den Mönch das erste Kaltgetränk.

Auf der Bühne selbst tut sich derweil noch nichts, dahinter aber um so mehr: Aus einem kleinen Raum tönt ein quiekendes Lachen. Eine Dame in rot-weißem Anzug öffnet die Tür: „Das sind Jugend- und Juniorengarde”, schmunzelt sie. Die kleinen Tänzerinnen lassen sich kurz vor dem Auftritt gar nicht stören, sie hopsen umher, tollen herum, sind voller Vorfreude. „Wir sind gleich dran”, rufen sie fröhlich.

Die Tür schließt sich wieder, die Jüngsten sollen sich noch einen Moment sammeln können, bevor es hinaus vor das Publikum in der Europahalle geht. Dann vielleicht noch schnell einen Blick in die anderen Räume hinter der Bühne? In dem der Emschernixen keine Nixe, lediglich deren Kostüme. Aus dem Zimmer direkt nebenan, da sind Geräusche zu hören. Jörg Dussa und das Rainbow-Project stimmen sich ein.

Ansonsten aber ist hier alles völlig ruhig, keine große Hektik vor dem großen Auftritt, kein Gedrängel beim Umziehen. „Nein, Hektik, gibt es bei uns hinter der Bühne nicht”, betont Conny Straßmann, die Präsidentin des CCCS Rot-Weiß. Sie muss gleich ins Rampenlicht, die große Karnevals-Fete beginnt, doch Straßmann scheint die Ruhe selbst zu sein. „Spätestens 15 Minuten vor dem Auftritt ist bei uns alles geregelt”, sagt sie. Gelassenheit ist eben alles, darum gibt es hinter der Bühne auch eigens für die Akteure einen Ruhebereich.

Der große Einmarsch steht bevor. Flugs die Treppen hinab. Hier trifft die Präsidentin auf die kleinen Tänzerinnen, die nun im Gang umher wuseln. „Folgt mit”, gibt die Betreuerin Anweisung und geht mit den Steppkes hinaus ins Rampenlicht. Im hinteren Teil der Europahalle sammeln sich die kleinen und großen Mitglieder des Karnevalsvereins. Die Gardemädchen marschieren auf der Stelle, üben kurz vor dem Einmarsch noch einmal die Bewegungsabläufe. „Wenn du nicht weißt, wie du den Arm halten musst, dann schau einfach auf deinen Vordermann”, rät die Betreuerin. „Unser Sack Flöhe”, schmunzelt ein CCCS-Narr.

Die Musik ertönt, das Publikum steht auf, klatscht im Takt, die Karnevalisten marschieren ein. Tosender Applaus begleitet sie auf die Bühne. Dort begrüßt Conny Straßmann Besucher und Ehrengäste, wie den Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe, den der CCCS noch an diesem Abend zum Ehrensenator machen wird.

„Eine tolle Geschichte, was hier wieder auf die Beine gestellt wurde”, lobt Bürgermeister Johannes Beisenherz in seiner kurzen Begrüßung. Und wahrlich: Der CCCS bot bei seiner großen Sause einmal mehr ein vielfältiges, buntes Programm. So begeisterte das Showtanz-Duo „After eighties” mit Hip Hop, die „Vitaminspritzen” der SKG„Watt et stüfft” unterhielten mit lustigen Gesangseinlagen und viele weitere Künstler wie das Rainbow Project sorgten für Jubel, Trubel, Heiterkeit - die ganze Karnevalsnacht hindurch.

Sabine Latterner

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