Bis Räder durch die Altstadt rollen, wird es dauern

Dass in Zukunft Fahrräder durch die Altstadt fahren dürfen, ist von der Ampelkoalition trotz heftiger Proteste der Opposition mit knapper Mehrheit beschlossen worden. Doch es wird noch dauern, bis die ersten Radfahrer durch die schmalen Gassen fahren - es sind noch nicht alle Hürden genommen.

Castrop-rauxel.. "Ein Zeitplan ist in Arbeit", sagte Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage. Bevor die Planung jedoch konkret werde, müssten noch verschiedene Arbeiten erledigt werden. So soll es in der kommenden Woche beispielsweise eine Ortsbegehung von Polizei und Ordnungsamt geben. Gemeinsam sollen so mögliche Gefahrenstellen in der Altstadt entdeckt und aufzeigt werden.

Solche Gefahrenstellen entstehen beispielsweise, wenn Fußgänger und Radfahrer sich zu nahe kommen oder wenn in den engen Gassen der Altstadt Werbe-Aufsteller zu Engpässen führen. "Details werden jetzt geklärt", sagte Hilleringmann. Einen konkreten Termin für die Begehung gibt es allerdings noch nicht, wie die Polizei mitteilte. "Es soll einen Termin nach den Osterferien geben", sagte Polizeisprecher Michael Franz.

Möglich sei aber auch, dass die Begehung noch eine weitere Woche auf sich warten lasse. Seitens der Polizei werden, so erklärte Franz, Empfehlungen gegeben, die in die Planung mit einfließen können, aber nicht mit einfließen müssen. Für etwaige Kontrollen von Radfahrern in der Fußgängerzone ist ebenfalls die Polizei zuständig. Wann und wie oft in Zukunft kontrolliert werden soll, ist bislang noch unklar.

Klar ist jedoch, dass die politische Entscheidung noch kein Freibrief für Radfahrer ist. Noch ist das Radeln in der Fußgängerzone verboten. Wer dies dennoch tut und dabei erwischt wird, handelt sich ein Verwarngeld zwischen 15 und 30 Euro ein. Sobald die Altstadt für Fahrräder freigegeben ist, wird nur in Fällen einer konkreten Gefährdung ein Verwarngeld fällig. 30 Euro kostet es, wenn man als Radfahrer Fußgänger durch eine "unangemessene Fahrweise gefährdet".