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Billigere Lösung für Bahnübergang

07.02.2013 | 17:03 Uhr
Billigere Lösung für Bahnübergang
Bahnübergang am Münsterplatz.Foto: Foto: Karl Gatzmanga

Noch in diesem Jahr erwartet die Verwaltung eine überarbeitete Planungdes Fußgängertunnels an der Oberen Münsterstraße.

Der Bahnübergang Obere Münsterstraße in Castrop und seine undurchsichtige Verkehrsregelung lässt Hermann Bohle (FWI) keine Ruhe. Es sei doch nicht einzusehen, dass man mit seinem Auto die Gleise nicht in Richtung Münsterplatz überqueren dürfe, ereiferte er sich am Mittwoch in einem Ausschuss des Rates. Immer wieder beobachte er Autofahrer, die das ebenso wenig verstehen wie er und einfach auf der breiten Straße weiter führen.

Aufzug statt Rampe

Vielleicht ist damit tatsächlich in absehbarer Zeit Schluss. Denn noch in diesem Jahr erwartet die Verwaltung einen neuen Planungsentwurf. Das teilte gestern Technischer Beigeordneter Heiko Dobrindt mit. Im Haushalt sind für dieses Jahr noch knapp 50 000 Euro eingeplant, um die Ingenieure des Düsseldorfer Planungsbüros Spiekermann zu entlohnen. Seit vergangenem Jahr überarbeiten sie die inzwischen sechs Jahre alten Entwürfe für die Unterquerung der Bahngleise. Stolze 3,2 Mio Euro sollte die laut Heiko Dobrindt „relativ komfortable Lösung mit Treppenanlage zur Oberen Münsterstraße“ kosten.

Davon rückt die Stadt jetzt ab. Nun werde eine „wesentlich günstigere Lösung“ erwartet. So sollen nur noch eine Treppe und ein Aufzug den Höhenunterschied zur Oberen Münsterstraße hin überwinden. Von einer Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ist nicht mehr die Rede. In die Planung einbezogen ist der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), der sich mit dem barrierefreien Zugang zum Haltepunkt Süd befasst.

Hermann Bohle hingegen fragt sich, ob die „Bundesbahn“ tatsächlich durch die einseitige Sperrung des Übergangs „besänftigt“ sei. Bernd Goerke (SPD) konnte sich nicht die Bemerkung verkneifen, dass die Deutsche Bundesbahn seit 1994 „leider“ nicht mehr existiere, und dass für den Bahnübergang nun die DB Netz AG zuständig sei.

Aber ist diese nun „befriedigt“? Darüber wurde nicht diskutiert, offenbar um keine schlafenden Hunde zu wecken. Bernd Goerke kurz und knapp: „Man muss abwarten, bis man weiß, was daraus wird.“

Vor knapp einem Jahr hatte sich FWI-Ratsmitglied Hermann Bohle noch gegen die Öffnung des Bahnübergangs ausgesprochen. Im Zusammenhang mit der Freigabe der Thomasstraße in beide Fahrtrichtungen warnte er damals vor zu viel Verkehr auf der Oberen Münsterstraße.

Rüdiger Hagenbucher


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