Bessere Lösung für den Vinckehof finden
08.02.2012 | 17:32 Uhr 2012-02-08T17:32:00+0100
Castrop-Rauxel. Nachdem das Bauvorhaben vor dem zuständigen Ausschuss im Dezember vergangenen Jahres gescheitert war, will die „Deutsche Reihenhaus AG“ der Verwaltung nun neue Pläne vorlegen.
In das Bauvorhaben Vinckehof kommt wieder Bewegung. Die „Deutsche Reihenhaus AG“ hat jetzt das Gespräch mit SPD und Grünen gesucht, um deren Bedenken möglichst auszuräumen. Nach dem klärenden und offenbar konstruktiven Treffen will das Unternehmen der Verwaltung neue Pläne für das Areal vorlegen. Die Politik hat dann erneut darüber zu entscheiden.
Im Dezember vergangenen Jahres war das Vorhaben im zuständigen Betriebsausschuss 3 (Stadtentwicklung, Bau und Verkehr) gescheitert. SPD und Grüne stimmten der Aufstellung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplans für den Bereich Vinckehof“ nicht zu.
Mehrere Kritikpunkte
„Es gab einfach zu viele offene Fragen“, begründet SPD-Stadtverbandsvorsitzender Rajko Kravanja. „Der Investor hat von unserer politischen Entscheidung erfahren und ist deshalb auf uns zugekommen.“ Bei dem Gespräch, das jüngst stattfand, habe es sich um einen Austausch gehandelt. SPD und Grüne formulierten dem Investor gegenüber erneut ihre Bedenken – und stießen auf offene Ohren.
Der erste und wesentliche Kritikpunkt an der bisherigen Planung: Viel zu dicht, viel zu eng sei die Bebauung. Etwas luftiger solle sie schon sein. Rot-Grün gab dem Unternehmen auch mit auf den Weg, dass die Parkplatzsituation ebenfalls Bauchschmerzen bereite. Kravanja moniert: Die Stellflächen reichen keineswegs aus. „Das Problem hatten wir schon in der Siedlung Henrichenburger Wiesen“, sagt der Sozialdemokrat. „Da kam es wegen der zunächst mangelnden Anzahl an Parkplätzen zu einem Verkehrschaos an der Hagenstraße.“
Modifizierter Plan
Weitere Fragen, die SPD und Grüne geklärt wissen wollen: Was ist mit der Grünfläche hinter der geplanten Siedlung zur Emscher hin? Bleibt jenes Areal unbebaut – wie bisher in den Plänen vorgesehen?
„Wir haben mit den Vertretern des Unternehmens auch über die Grünfläche in der Mitte der Siedlung gesprochen“, erklärt Rajko Kravanja. „Vielleicht wäre an der Stelle ein Generationengarten möglich“, fügt er hinzu. Sowohl jene Anregungen als auch die Kritik habe die Deutsche Reihenhaus AG positiv aufgenommen. Nach dem „angenehmen“ Gespräch äußert sich Kravanja deshalb optimistisch, doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden. Ein modifizierter Plan für das Bauvorhaben dürfte die Verwaltung in nächster Zeit erreichen. Die wiederum legt diesen dann der Politik vor.
Gewünscht ist beim Bauvorhaben Vinckehof auch eine Verbindung zwischen dem Siedlungsbereich und dem Emscherweg. „Das sollte offen gestaltet werden“, sagt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Rajko Kravanja. Eine solche Zuwegung wäre auch im Sinne des Vereins „Menschen an der Emscher“, die eine solche Verbindung als Attraktivitätssteigerung des Emscherraums bewerten.
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