Beeindruckend

Es waren nicht nur die da, die immer da sind, wenn es darum geht, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt in der Welt zu setzen. Die, denen es ein persönliches Anliegen ist und die, von denen es wegen ihrer Rolle in der Gesellschaft erwartet wird. Natürlich waren sie auch gestern Abend da. Aber sie blieben diesmal nicht – wie so oft – unter sich.

Obwohl der Aufruf des Bürgermeisters kurzfristig kam und ein eisiger Sturm über den Rathausplatz fegte, der den Namen von Marls französischer Partnerstadt Creil trägt, zeigten beeindruckend viele Marler ihre Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags in Paris. Der Anschlag auf die Meinungsfreiheit – ein hohes Gut der Demokratie – führte spontan Menschen zusammen, die im Alltag oft sogar gezielt aneinander vorbei gehen. Und so klare Worte, wie sie der Vorsitzende der Yunus-Emre-Moscheegemeinde, Mehmet Ucak, fand, um die Gewalt im Namen des Islam anzuprangern, hat man in Marl bisher selten gehört. Weiter so! Das war klasse.