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Banken verlangen Geld für Fahndungsfotos

09.01.2011 | 18:29 Uhr
Banken verlangen Geld für Fahndungsfotos
Geldautomat in der Sparkasse

Castrop-Rauxel.Sicherheit kostet. Und das selbst in einer bislang nicht gekannten Weise. Die Polizei bezahlt zum Teil die von Banken und Sparkassen zur Verfügung gestellten Fahndungsfotos von Überwachungskameras. Auch im Kreis Recklinghausen.

„Ja, das stimmt“, bestätigt Michael Franz von der Pressestelle. „Die Banken schicken uns bei Lieferung der Fotos zum Teil gleich Zahlungsaufforderungen mit.“ Genaue Angaben über die Höhe des Preises pro Bild und darüber, welche Institute Geld für das Beweismaterial verlangen, machte er nicht. Nur so viel: „Die Rechnungen für eine Sendung mit mehreren Fotos können sich schon mal auf mehr als 100 Euro belaufen. Es gibt aber keine Gesamtsumme dafür.“

Die Polizei begleiche die Rechnungen, die später dann von der Staatsanwaltschaft ausgeglichen werden. Unterm Strich komme das Geld aus dem Landeshaushalt und stamme aus dem Topf für Zeugenentschädigung.

Banken könnten auf Fahndung verzichten

Welche Banken und Sparkassen in der Region Rechnungen stellen, ließ sich am Freitagnachmittag nicht mehr feststellen. In vielen Häusern waren die Geschäftsführer und Niederlassungsleiter nicht mehr zu erreichen. Nur so viel ist sicher: „Wir machen das nicht und werden das auch in Zukunft nicht tun“, sagt Achim Haase, Sprecher der Sparkasse Vest. „Wir sind ja froh, wenn die Veröffentlichung dazu beiträgt, dass Diebe oder Betrüger gefasst werden und das die Tatsache, dass Fotos gemacht werden, potenzielle Täter abschreckt.“ Das spielt offenbar nicht in allen Geldinstituten eine Rolle. Nach Recherchen der Westfälischen Rundschau räumen einige Häuser an, „dass sie auf die Fahndung durchaus verzichten können.“ Denn: Die Versicherungen der Banken würden den Schaden ohnehin ersetzen; ob der Täter gefasst werde oder nicht.

Die Weitergabe der Kosten begründen die betreffenden Banken und Sparkassen mit hohem Arbeitsaufwand, da Filmmaterial gesichtet werden müsse. „Damit müssen wir leben“, sagt Recklinghausens Polizeisprecher Michael Franz. Sparkasse-Vest-Sprecher Achim Haases kommentiert: „Das ist ja ein Ding.“

Andreas Rorowski

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Kommentare
11.02.2011
06:42
Banken verlangen Geld für Fahndungsfotos
von Catman55 | #5

@#4
nicht mal deutschen Text auf der HP? Weg mit der Werbung!

11.02.2011
04:29
Blockierter Kommentar.
von albeiroespinoza | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

10.02.2011
15:59
Banken verlangen Geld für Fahndungsfotos
von hansjoerg | #3

Es ist eine absolute Frechheit was bestimmte Banken da machen. Das eine Bank kein Interesse an der Verfolgung von Straftätern hat, weil die Versicherung sowieso zahlt ist erschreckend! Wie lange dauert es denn jetzt, bis die Bankenvorstände gemeinsame Sache mit den Betrügern machen? Ehrlichkeit scheint kein Wert für Kriminelle UND für manche Bankvorstände zu sein. Das deckt sich vollkommen mit der Erkenntnis aus der Finanzkrise der letzten Jahre. Dank der Unseriösität in der Bankenbranche scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die nächste Krise kommt. Darf man hier noch unseriös sagen oder ist der Begriff krininelle Energie schon passender?

Wie helfen diese Banken der Justiz, wenn der Kunde bestohlen wird und auf dem Schaden sitzen bleibt? Heißt es dann auch - die Verfolgung ist uns egal - da der Kunde und nicht wir - den Schaden zahlt?

09.01.2011
20:39
Entwicklungskosten
von Catman55 | #2

Ich meinte mal was gelesen zu haben, dass die Deutsche Bank (bzw. die beauftragte Firma) die schwarz-weiss Aufnahmen in Rechnung stelle.
Das sind nur unbestätigte Gerüchten zu Folge....

09.01.2011
19:09
Entwicklungskosten
von Raffkelässtgrüßen | #1

Ja, so sind sie halt die Bankenvorstände. Im großen wie im kleinen. Wer hier noch abkassieren will ob wohl ihm geholfen werden soll, besitzt den gleichen Geist bei 1,0 Mio € Jahresgehalt noch mal so eben 50, 0 Mio Dollar mitzunehmen.

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