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Die Welpenschule

Balgen in den Pausen

26.07.2009 | 13:33 Uhr

Bevor die Hunde so richtig erwachsen werden, müssen sie eine ganze Menge lernen. Eine Welpenschule gibt Sicherheit fürs ganze Hundeleben.

Ob schwarz, braun, hell oder dunkel. Jeder kennt ihn und für manch einen ist er der beste Freund des Menschen - der Hund. Beim Anblick von kleinen Hundeaugen schmelzen nicht nur Kinderherzen dahin, auch Erwachsene werden in den Bann gezogen.

Doch leider bleiben die süßen kleinen Welpen nicht für immer so niedlich, irgendwann werden sie erwachsen. Damit sich der Hund später auch in sein Umfeld – vielleicht als Jagdhund – einfügen kann, ist es wichtig, dass der Hund sozialisiert wird, also lernt, mit anderen Hunden friedlichen umzugehen.

Viele kennen eine solche Situation: Man trifft auf einen Spaziergänger mit Hund, dieser zerrt und zieht wie verrückt an der Leine und ignoriert gekonnt die Kommandos seines Besitzers. Damit der tägliche Spaziergang mit dem beliebten Vierbeiner nicht zur Qual wird, sollte der Hund von klein auf richtig erzogen werden. Bereits mit acht Wochen kann ein Welpe jeder Rasse an einem Welpentraining teilnehmen.

Zu Beginn der Hundeerziehung sollte ein Welpe zuerst mit der Umgebung vertraut gemacht werden, damit er bei Spaziergängen keine Angst bekommt”, sagt Hundetrainer Friedrich Haumann, von der Hundeschule Amigos. „Es hilft dabei, mit den Hunden einen Hindernis-Parcour zu durchlaufen”. Deshalb sollten die Hundeführer mit ihrem Hund Wippen, Tunnel und Hürden passieren um den Hund für Alltagssituationen zu sensibilisieren. Allerdings sollte man sie auf keinen Fall zwingen, etwas zu tun, was sie nicht wollen. Um den Hund zu motivieren hilft meist schon ein kleiner Anreiz in Form eines Leckerchens. Außerdem müssen die Hunde so früh wie möglich mit anderen Rassen und Tieren zusammenkommen, um später mit anderen Tieren klarzukommen und kein aggressives Verhalten an den Tag zu legen. Auch ein abwechslungsreicher und regelmäßiger Umgang mit dem Menschen ist wichtig, da der Hund später auch mit fremden und größeren Gruppen von Menschen fertig werden muss, zum Beispiel im Bus.

Bei dem Training sollten sich zumindest Hund und Hundeführer verstehen, denn schließlich bilden sie eine Übungseinheit. Aber natürlich lernen die Welpen in der Hundeschule auch bereits die bekannten und wichtigen Kommandos wie „Sitz”, „Platz”, „Bleib” oder „Komm”, so Friedrich Haumann. Allerdings kann es länger dauern, bis ein Welpe diese Kommandos versteht, in der Regel muss der Hund das Kommando erst 300- bis 400-mal gehört haben. „Da Welpen noch einen ausgeprägten Spieltrieb haben und sich nicht sehr lange konzentrieren können, sollten beim Training auch immer Spielpausen eingelegt werden”, rät der Experte. Sind die Welpen ein halbes Jahr alt, werden sie in die richtige Hundeschule versetzt.

Marc Eickelkamp

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